Tokyoter aus der Oberstadt beschreiben das untere Tokyo manchmal geringschätzig als den Ort, wo nichts los ist. In den letzten Jahren ändert sich das. Touristen suchen weit weg von den Neonlichtern aus Shinjuku nach lokalen Erfahrungen. Wo lebt der durchschnittliche Tokyoter und wo kannst du noch einen Blick auf das alte Tokyo erhaschen?
An der Rückseite des Ueno Parks eröffnet sich eine hügelige neue, alte Welt. Einst lagen hier die Ingwerfelder von Yanaka. Unter der Herrschaft des Shogun baut Edo hier dutzende Tempel und bekommt das Viertel den Stempel als Tempeldistrikt. Das Time Magazine krönt das Viertel als einen der 50 coolsten Orte der Erde und ich bestätige gerne, was ich liebe.
Dadurch, dass dieses Viertel von den Bombardements am Ende des Zweiten Weltkriegs verschont blieb, steht es hier noch voller wunderschöner alter Villen, umgeben von Grün. In Nezu und Yanaka findest du keine Hochhäuser.
Hipster entdecken die schmalen Straßen wieder und schaffen für sich ein neues Paradies mit Kaffeehäusern, Galerien und Essständen inmitten alter Pracht. Die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt funktioniert fantastisch und verleiht dem Viertel seinen einzigartigen Charakter.
An Wochenendtagen verschwindest du leicht in der Masse, während du unter der Woche noch eine außergewöhnliche Stille erleben kannst, die du ziemlich einzigartig nennen kannst im immer wirbelnden Tokyo. Zieh feste Wanderschuhe an und bereite dich auf ordentlich Kletterarbeit zwischen Nezu und Yanaka vor.
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Goldene Tipps für Nezu und Yanaka
Toeizan Kan’ei-ji

Die mächtige Tokugawa-Dynastie gibt um 1625 den Auftrag, den immensen Kan’ei-ji zu bauen, um so die Macht von Kyoto weiter zu untergraben. Während des großen Meireki-Brandes von 1657 gehen etliche Tempel in Flammen auf. Wie so oft in der Geschichte von Tokyo überleben die neuen Komplexe auch nur kurze Zeit durch immer wiederkehrende Brände und Erdbeben. Am Ende des Boshin-Krieges wird der größte Teil des Tempels fast vollständig von der Landkarte getilgt. Nur den geschonten Haupttempel kannst du heute noch besichtigen. Hier liegen die Gräber von sechs Tokugawa-Shoguns.
Ein Besuch bei diesem Tempel ist der perfekte Start für eine Tour durch Nezu und Yanaka. Ein seltsames Kuriosum ist der Gedenkstein zum Gedenken an die Insekten, die während der Herstellung des Herbariums Chuchijo gestorben sind.
Adresse: 1 Chome-14-11 Uenosakuragi, Taito City, Tokyo 110-0002, Japan
Jyomyo-in
Du musst nur die Straße überqueren, um den nächsten Tempel zu entdecken. Auf dem Gelände des Jyomyo-in halten schätzungsweise 48.000 Jizos Wache. Der Jizo-Wächter sucht immer nach der Wahrheit, um damit die Kinder zu beschützen. Im Film „Norwegian Wood“ (Norwegian Wood – Wie tief ist deine Liebe) aus 2010 wandeln in einer der schönsten Szenen die Hauptfiguren zwischen den Jizos. Wenn du wenig Zeit hast, alle Tempel im Viertel zu besuchen, dann setze Jyomyo-in unbedingt auf deine Liste.
Öffnungszeiten: 9.00 bis 17.00 Uhr Adresse: 2 Chome-6-4 Uenosakuragi, Taito City, Tokyo 110-0002, Japan
Yoshida-Ya (Sake-Laden)
Sie verkaufen hier schon lange keinen Sake mehr. Dieses Haus wird als seltenes Beispiel aus der späten Meiji-Zeit bewahrt. Dieser Sake-Laden stammt von 1910. Steck deinen Kopf kurz hinein und schau dich in Ruhe um. Bei Yoshida-Ya katapultierst du dich zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Frei zugänglich Adresse: 2 Chome-10-6 Uenosakuragi, Taito City, Tokyo 110-0002, Japan
SCAI the bathhouse
Kunstgalerien sind oft klinische Orte. Manchmal kommst du an Orte, wo das Gebäude selbst in Dialog mit der Kunst geht, die man dort ausstellt. In diesem ehemaligen Onsen organisieren sie regelmäßig hervorragende Ausstellungen aus der japanischen modernen Kunstgeschichte der 60er Jahre bis heute in Kombination mit verwandten internationalen Werken. Das Gebäude selbst ist mehr als 200 Jahre alt. Die Kombination funktioniert und SCAI the bathhouse hat weltweit viele Fans.
Öffnungszeiten: 12.00 bis 18.00 Uhr (Sonntag und Montag geschlossen) Adresse: Japan, 〒110-0001 Tokyo, Taito City, Yanaka, 6 Chome−1−23 柏湯跡
Hügel zwischen Nezu und Yanaka
In diesem Viertel musst du dich trauen zu verirren. Klettere die Hügel hinauf und schlage kleine Gassen ein. Jede Straße hat etwas Fotogenes und die einzigartige Atmosphäre lässt vermuten, dass du plötzlich irgendwo durch ein Dorf weit weg von Tokyo wandelst, herrliches Gefühl in dieser Millionenstadt.
Adresse: 2 Chome-1-27 Yanaka, Taito City, Tokyo 110-0001, Japan
Hongo Campus (for Agriculture and Life Science)

Einen Besuch an einem durchschnittlichen Universitätscampus zu machen, klingt ziemlich langweilig. Der Hongo Campus erweist sich als berechtigte Ausnahme von dieser Behauptung. An diesem Ort stand einst die Residenz des über das Kaga-Gebiet herrschenden Daimyo. Das Kaga-Domänen-Tor oder Akamon am Eingang des Hongo Campus ist ein stiller Zeuge ruhmreicher Edo-Mythen. In voller Meiji-Restauration verwandelt die Stadt diesen Ort in eine Universität. Das Kanto-Erdbeben brachte auch hier enormen Schaden. Um den Campus wieder zu Ehren zu bringen, bittet man 1940 den Architekten Yoshikazu Uchida, die ganze Anlage zu rekonstruieren. Uchida lässt sich stark von der mittelalterlichen Gotik inspirieren und bekommt schnell den Spitznamen „Gothic Ushida“.
Die Universität zählt verschiedene Campus, von denen der Hongo Campus der älteste ist. Wenn du durch das rote Kaga-Domänen-Tor wandelst, siehst du in der Ferne bereits das Yasuda-Auditorium auftauchen. Ein monumentaler Turm als Maskottchen der Universität und ein Symbol mit einer bewegten Geschichte.
Hier werden im Januar 1969 siebenhundert Studenten verhaftet, nachdem sie im Nachgang der Anti-Vietnam-Proteste das Gebäude mit Molotowcocktails in Brand gesteckt haben. Anfang der 90er Jahre sorgt eine Restaurierung wieder für wiederhergestellten Stolz und 2014 machen Arbeiten dieses Gebäude erdbebensicher.
Neben dem Yasuda-Auditorium liegt der Sanshiro-Teich, der aus dem Jahr 1615 stammt. Zu dieser Zeit ist er als der schönste Teich in Edo bekannt. Auf deinem Weg zurück zum Akamon wandelst du kurz durch die mächtigen gotischen Hallen. Direkt neben dem roten Akamon-Tor befindet sich die Fukutake-Halle von Tadao Ando, einem von Japans bekanntesten zeitgenössischen Architekten. Komm kurz zur Ruhe bei einer herrlichen Tasse Kaffee. Wenn du viel Zeit hast, kannst du zum Vergleich auch zum Kurogi-Teehaus wandeln, ganz am anderen Ende des Campus. Kengo Kuma entwarf dieses Teehaus in seinem so erkennbaren, hölzernen Stil.
Beenden tust du in der Universität mit der außergewöhnlichsten verborgenen Perle in Tokyo, zumindest für diejenigen, die etwas Sentimentalität mögen. Es stellt nicht viel dar und dennoch lässt dieses Kunstwerk manches Tokyoter Herz schneller schlagen. Am Eingang des Yayoi Campus, auf der anderen Seite der Kototoi Dori, steht ein Standbild von Hachiko, der seinen Herrn begrüßt. Dieses Standbild heißt „The happy End“.
Jeder kennt das Standbild von Hachiko am Shibuya-Bahnhof, dieses ist so viel schöner.
Es ist eine bekannte Geschichte.
Hachiko wandelt jeden Morgen mit seinem Herrn zum Zug, wo er ihn abends auch wieder erwartet. Sein Herr arbeitet als Professor an der Universität und bekommt eines Tages einen Schlaganfall und fällt tot auf dem Campus um. Neun Jahre später läuft Hachiko noch immer täglich zum Bahnhof, um seinen Herrn zu erwarten. Allmählich wird er eine Ikone und das Paradebeispiel für Treue. Der Campus, wo der Professor arbeitete, war dieser Yayoi Campus (damals noch in Shibuya angesiedelt) und daher stehst du hier sehr nah an der wahren Geschichte.
Du musst ein bisschen Fan von Pathetik sein, um von dem Standbild gerührt zu werden. Tokyoter sind Meister darin. Hachiko sieht seinen Herrn endlich wieder. Seltsam doch, dass ich als erwachsener Mann bei der Erfahrung eines Happy Ends in Tränen ausbrechen kann.
Adresse: 7 Chome-3-1 Hongo, Bunkyo City, Tokyo 113-8654, Japan
In Japan oder Tokyo studieren? Schau dir mal diese japanischen Universitäten an, die Austauschprogramme mit deutschen Schulen ermöglichen.
Nezu-jinja
Während des Nezu-Festivals im September verwandeln Freiwillige die Anlage des Nezu-Schreins in heiligen Festivalgrund, wo Stände und traditionelle Spiele nebeneinander um Aufmerksamkeit schreien. Die Gebäude des Nezu-jinja fallen durch ihre leuchtend rote Farbe auf. Der Torii-Gang ist lange nicht so beeindruckend wie der des Fushimi-Inari-Schreins in Kyoto, aber du bist in Tokyo und dieser kann durchaus mithalten. Das zentrale Tor beeindruckt und die Brücke mit Koi-Karpfen zeigt sich sehr Instagram-tauglich. Ende April blühen hier die Azaleen, ein beeindruckendes Farbenspektakel.
Nezu-jinja ragt mit Abstand über alle anderen Heiligtümer im Viertel hinaus. Entschleunigen ist hier außerhalb der Festivalsaison keine schwierige Aufgabe.
Adresse: 1 Chome-28-9 Nezu, Bunkyo City, Tokyo 113-0031, Japan
Sakura-Dori und Yanaka-Friedhof

Die Sakura-Saison färbt diese Allee tiefrosa. Du wandelst zwei Wochen lang durch einen langen Tunnel aus Kirschblüten. Sakura-Dori steht immer in den Top fünf der Orte, wo du am besten die blühenden Kirschblüten entdecken kannst.
Von hier aus bekommst du eine gute Übersicht über den Yanaka-Friedhof. Dieser immense Friedhof wird auch manchmal mit Père Lachaise in Paris verglichen. Die ausgedehnte Landschaft aus Shinto-Gräbern und buddhistischen Inschriften zieht Touristen an, die der Hektik entfliehen und zwischen den hunderten von Gräbern ausspannen wollen. Über zehn Hektar liegen etwa 7.000 Menschen begraben, darunter Tokugawa Yoshinobu, der letzte japanische Shogun.
Öffnungszeiten: 8.30 bis 17.30 Uhr Adresse: 7 Chome-5-24 Yanaka, Taito City, Tokyo 110-0001, Japan
Asakura Museum of Sculpture
Der ehemalige Arbeitsplatz des Bildhauers Fumio Asakura schmückt seit 1935 das Viertel und enthält seine Werkstatt und sein Wohnhaus mit sensationellem Innengarten. Nach dem Tod des Künstlers öffnet das Haus 1967 als Museum. Es zeigt sich als wunderschönes Beispiel eigenwilliger Showa-Architektur. Lass dich von den Gängen und Zimmern mitreißen. Von der Dachterrasse aus bekommst du die allerbeste Sicht über Yanaka. Es stehen nur wenige Skulpturen von Asakura im Haus, wobei die Katzensammlung am meisten beeindruckt. Das Asakura Museum of Sculpture weckt neue Bauträume und ist ohne Zweifel der Höhepunkt des Tages!
Öffnungszeiten: 9.30 bis 16.30 Uhr (Montag und Donnerstag geschlossen) Eintritt: 500 Yen Zusätzliche Info: Im Museum Schuhe ausziehen und auf Socken hineingehen Adresse: 7 Chome-18-10 Yanaka, Taito City, Tokyo 110-0001, Japan
Fujimi-zaka
Lange bevor die Hochhäuser von Nippori die Sicht verpesteten, war dies der letzte Ort in Tokyo, wo du den Fuji bewundern konntest. Leider musst du für diese Aussicht nun in die obersten Stockwerke meterhoher Wolkenkratzer. Für einen mythischen Sonnenuntergang kannst du hier noch immer vorbeikommen und so bildet dies den perfekten Abschluss für einen Tag in Yanaka.
Adresse: 3 Chome-7 Nishinippori, Arakawa City, Tokyo 116-0013, Japan
Essen in Yanaka und Nezu
Yanaka Ginza (Yanaka)
Yanaka Ginza quillt über von fantastischen Essständen. Yanaka Manten Donut verkauft gesunde Donuts, die nicht in Fett gebacken sind. Mr. Suzuki schräg gegenüber backt als Qualitätsmetzger jeden Tag die allerbesten Schweinekroketten. Er bekommt sie so knusprig, indem er das Fett drei Mal am Tag wechselt. Weiter die Straße runter ist die Schlange mit Touristen aus unbegreiflichem Grund immer länger, aber glaube mir, sie liegen falsch. Mr. Suzuki backt die besten Kroketten! Genieße Taiyaki in Form einer Katze. Yanaka bekam nicht umsonst den Spitznamen „Katzenstadt“. Manekiya verkauft nach meinem Gefühl die Perfektion.
Geplagt von der großen Zunahme von Touristen hängen Ladenbesitzer öfter Schilder mit Fotografierverbot auf. Steck dein Gerät also weg. So hast du deine Hände frei, um so viel wie möglich zu schlemmen und zu probieren.
Adresse: 3 Chome-13-1 Yanaka, Taitō-ku, Tokyo 110-0001, Japan
Hongo Campus Studentenrestaurant (Nezu)
Setze dich während eines Besuchs auf dem ausgedehnten Hongo Campus zwischen die Studenten ins Studentenrestaurant. Wie es sich gehört, kannst du hier gut essen für wenig Geld. Günstige Mahlzeiten und warme Brötchen lassen dich die Atmosphäre des studierenden Tokyo schnuppern. Das Restaurant ist für alle zugänglich, fühl dich also nicht gehemmt. Der unterirdische Eingang liegt etwas versteckt vor dem Yasuda-Auditorium. Idealer Ort für Menschen, die mit begrenztem Budget reisen.
Adresse: 7 Chome-3-1 Hongo, Bunkyo City, Tokyo 113-8654, Japan
Himitsudo (Kakigori, Geschabtes Eis)
Liebhaber von Kakigori stehen bei gutem Wetter in langen Schlangen vor Himitsudo an. Sie eröffneten erst vor wenigen Jahren, wuchsen aber im Schnelltempo zu einer soliden Institution heran. Jeden Tag ändern sie ihre Geschmackspalette. Täglich kommen sogar Stammkunden hier für Überraschungen vorbei. Für eine so unerschöpfliche Quelle der Kreativität verbeuge ich mich tief. Oft ist Kakigori ziemlich eintönig, es bleibt schließlich geschabtes Eis mit einem Sirup-Topping. Hier schmelzen die Kunden schneller als das Eis.
Öffnungszeiten: 9.00 bis 18.00 Uhr (Wochenende ab 8.00 Uhr) Adresse: 3 Chome-11-18 Yanaka, Taito City, Tokyo 110-0001, Japan
Ueno Sakuragi Atari
Nachdem Pläne, hier eine Parkgarage zu bauen, im letzten Moment abgewendet wurden, fanden diese drei Showa-Gebäude einen zweiten Atem. Die Yanaka-Bierhalle, das Olivengeschäft und die Bäckerei ziehen an sonnigen Tagen viele Besucher an. Ein Bier auf der Terrasse trinken mit einem Olivenbrötchen in der Hand, mehr muss das nicht sein. Auch den Oshi-Oliventee musst du unbedingt probieren. Ueno Sakuragi Atari ist ein besonderer Ort, der beweist, dass nicht aller Charme aus der Stadt den Baukränen weichen muss.
Variable Öffnungszeiten. Bierhalle geöffnet von 11.00 bis 20.00 Uhr, Montag geschlossen Adresse: 2-chōme-15-6 Uenosakuragi
Trinken im Viertel
Kayaba Coffee (Café und Gasthaus)
Kayaba Coffee beweist ganz allein, dass Yanaka die perfekte Mischung zwischen altmodischer Gemütlichkeit und trendigem Feeling gefunden hat. Das Interieur scheint nach 70 Jahren noch nichts verändert zu sein. Die Küche serviert sanften Kaffee und hippe Sandwiches. Solche Läden lassen das Viertel strahlen. Anfang 2009 übernahmen die Eigentümer von Scai The Bathhouse hier die Zügel. Anstatt alles zu erneuern, restaurierten sie das Ganze und gaben dem ursprünglichen Look sogar einen extra Anstrich. So ein Unternehmen ist ein Kleinod in einer Stadt, wo Gebäude oft nach 30 Jahren wieder abgerissen werden. Kein besserer Ort, um nach einer langen Wanderung oder Fahrradtour durch ein einzigartiges Stück Tokyo zur Ruhe zu kommen.
Öffnungszeiten: 8.00 bis 18.00 Uhr (Montag geschlossen) Adresse: 6 Chome-1-29 Yanaka, Taito City, Tokyo 110-0001, Japan
CIBI (Yanaka)
Dieses ehemalige Lagerhaus verwandelten einige junge Unternehmer in eine beliebte Kaffeebar, wo du gesund zu Mittag essen kannst. Täglich voller Hipster ist es manchmal warten, bis irgendwo ein Platz frei wird. In Tokyo verstehen sie die Kunst des Kaffeebrauens und CIBI ist hier Meister darin.
Öffnungszeiten: 8.30 bis 17.30 Uhr (Wochenende ab 8.00 Uhr) Adresse: 3 Chome-37-11 Sendagi, 文京区 Tokyo 113-0022, Japan
Häufig gestellte Fragen:
Warum wird Yanaka als „Katzenstadt“ bezeichnet und wo sehe ich die meisten Katzen?
- Yanaka trägt den Spitznamen „Katzenstadt“ wegen der vielen streunenden Katzen, die durch die ruhigen Gassen wandeln. Besonders viele Katzen findest du auf dem Yanaka-Friedhof und in den kleinen Seitengassen. Im Asakura Museum gibt es sogar eine berühmte Katzensammlung des Bildhauers.
Kann ich die 48.000 Jizo-Statuen im Jyomyo-in Tempel alle sehen?
- Die schätzungsweise 48.000 Jizo-Statuen stehen dicht gedrängt auf dem Tempelgelände, aber du siehst nur einen Bruchteil davon auf einmal. Jede Statue hat eine andere Größe und viele sind durch Witterung verwittert. Der Tempel wurde durch den Film „Norwegian Wood“ berühmt.
Was ist das Besondere am Hachiko-Standbild an der Universität Tokyo?
- Das „Happy End“ Standbild zeigt Hachiko bei der Wiedervereinigung mit seinem verstorbenen Herrn und steht direkt am Campus, wo der Professor tatsächlich arbeitete. Es ist emotionaler und authentischer als das berühmte Standbild am Shibuya-Bahnhof, wo Hachiko wartete.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.