Higashi-Shinjuku Reiseführer - Tokios aufregendes Nachtleben entdecken

Higashi-Shinjuku

Gönne dir einen Tag Ruhe im wundersamen Park Shinjuku Gyoen. Nach ein paar Tagen Tokyo-Hopping hast du das mehr als verdient. Gegen Abend sind deine Batterien wieder aufgeladen für die Konfrontation mit dem wahren Gesicht von Higashi-Shinjuku. Unter grellen Neonlichtern öffnet sich eine neue und aufregende Welt. Deine Sinne werden so stark überreizt, dass sie nichts mehr verstehen von dem, was sie fühlen.

Sehenswürdigkeiten Tokyo

Higashi-Shinjuku in Tokyo
Shinjuku am Abend

Higashi-Shinjuku trieb einst im Sumpf umher. Die Stadt entsorgte dort ihren Müll. Ironischerweise wurde hier nach der Trockenlegung 1920 die erste Mädchenschule Tokyos eröffnet. Jetzt regiert die harte Hand der gefürchteten Yakuza (japanische Mafia). Das geschieht alles so subtil, dass du als Tourist überhaupt keine Probleme damit hast. Gehe ruhig einmal vollkommen aus dem Häuschen ohne Gewissensbisse. Higashi-Shinjuku verführt dich mit guten Restaurants und hat alles im Haus für eine Nacht durchzufeiern. Wie weit du letztendlich in diesem Stadtteil gehen willst, entscheidest du selbst.

Goldene Reisetipps für Higashi-Shinjuku

Das Stadtviertel Shinjuku ist so groß, dass die Japaner es in Higashi-Shinjuku und Nishi-Shinjuku aufgeteilt haben.

Shinjuku Gyoen

Shinjuku Gyoen in Higashi-Shinjuku
Die grüne Oase Shinjuku Gyoen, Flickr: Japanexperterna.se

Tokyo ist nicht gerade als grüne Stadt bekannt. In dieser Welt aus Stahl und Beton sorgen die Nationalparks für lebenswichtige Oasen in der Stadt. Shinjuku Gyoen breitet sich wie ein grüner Flickenteppich über die Karte dieses Stadtteils aus.

Erst 1949 öffnet die Stadt den Park vollständig für die Öffentlichkeit. Früher empfing hier der Kaiser seine Sommergäste.

An sonnigen Tagen ist es ein großartiger Ort, um zur Ruhe zu kommen und deine Energie für die kommende Nacht in Kabukicho aufzuladen. Die Tokyoter schleppen ihre blauen Planen mit, um nicht auf dem Boden sitzen zu müssen und machen dutzende Selfies mit dem Park als Hintergrund. Die strengen Lebensregeln der Stadt werden hier etwas lockerer gehandhabt und daher siehst du hier Paare kuscheln, Männer im Anzug der Länge nach auf der Bank schlafen und Kinder auf dem Gras spielen.

Wenn die Kirschblüte im frühen Frühling den Park rosa färbt, reist halb Tokyo nach Shinjuku Gyoen, um die japanischen Kirschen in voller Pracht zu bewundern. Im November färben sich die japanischen Ahornbäume blutrot. Nimm dir genug Zeit, um sowohl den japanischen, französischen als auch englischen Garten zu bewundern. Alle drei gleich einzigartig und märchenhaft.

  • Öffnungszeiten: 9 Uhr bis 16:30 Uhr (variierende Schließzeiten je nach Zeitraum, siehe Website)
  • Montag geschlossen
  • Eintritt: 500 Yen
  • Adresse: 11 Naitomachi, Shinjuku City, Tokyo 160-0014, Japan

Kabukicho

Kabukicho Shinjuku
Das hektische Kabukicho

Jeden Abend versuchen 400 Bars, Pachinko-Hallen und Sexzelte Passanten mit schreienden Neonlichtern und lauter Musik nach drinnen zu locken. Eine Kakofonie an Eindrücken wird dir in den Rachen gestopft. Nach dem Krieg plante man hier den Bau eines brandneuen Kabuki-Theaters. Dieses Theater wurde nie gebaut und trotzdem bekam das Viertel den Namen Kabukicho.

Entdecke Kabukicho in zwei Schritten. Gehe schon einmal tagsüber vorbei. Die meisten Geschäfte sind um diese Zeit noch geschlossen und das ganze Viertel macht einen verlassenen Eindruck. Sobald der Abend hereinbricht, gehst du dieselbe Strecke ab. Eine Welt voller Unterschiede. Welche Haltung sollst du zu so einem zweigeteilten Viertel einnehmen? Ist es ethisch vertretbar oder völlig falsch? Schwierige Fragen, über die du mit Reisegefährten stundenlang diskutieren kannst.

  • Adresse: 1-chōme-16 Kabukichō, Shinjuku City, Tōkyō-to 160-0021, Japan

Takashimaya Times Square

Takashimaya Times Square in Higashi-Shinjuku
Takashimaya Times Square, Flickr: Yoshikazu Takada

Einer der bekanntesten Treffpunkte in Shinjuku ist Tokyos eigene Version des Times Square. Eine Brücke verbindet West- und Ost-Shinjuku miteinander. Wenn du den chaotischen Bahnhof vermeiden willst, überquerst du hier. Sehr schön ist es, im Megastore Tokyu Hands herumzuwandeln. Du kannst hier alles kaufen. Sechs Stockwerke zwischen den Regalen wandeln und ab und zu ein Schnäppchen machen, darum geht es.

  • Öffnungszeiten: 10:30 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Adresse: 5 Chome-24-2 Sendagaya, Shibuya City, Tokyo 151-0051, Japan

Seuhirotei (Comedytheater)

Einen größeren Kontrast zu Kabukicho gibt es nicht. Wenn du als erfahrener Tokyoter die Nacht einläuten willst, ohne all diese anderen lästigen Touristen um dich herum, dann buche ein Ticket für Seuhirotei, den Rakugo-Tempel von Shinjuku. Diese alte Comedy-Form gewinnt in den letzten Jahren bei Jugendlichen an Popularität. Der Komiker, traditionell gekleidet, setzt sich vor das Publikum auf eine Matte und erzählt eine komische Geschichte. Die Geschichten sind oft sehr ausdrucksstark.

Junge Komiker finden ihren Weg wieder zu dieser alten Theaterform und auch entsteht in Tokyo allmählich eine echte Frauenszene. Für Japan ist das sehr revolutionär. Wahrscheinlich ist dein Japanisch nicht so großartig und daher wirst du nicht wissen, wann du lachen sollst. Trotzdem lohnt es sich, am Samstagabend eine Stunde Tradition in diesem historischen Gebäude zu schnuppern. Wenn du einen Kimono trägst, bekommst du Rabatt.

  • Öffnungszeiten: 12 Uhr bis 16:15 Uhr und 16:45 Uhr bis 20:30 Uhr
  • Eintritt: 1500-3500 Yen
  • Adresse: 3 Chome-6-12 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Jokaku-ji

Mitten im Schwulenviertel steht der Jokaku-ji. Etwas versteckt vor der Aufmerksamkeit vergisst man oft die Bedeutung dieses Tempels. Hier wohnen die Seelen von 2200 Prostituierten, die im 19. Jahrhundert nach ihrem Tod in eine Grube hinter dem Tempel geworfen wurden. Es steht auch ein Denkmal für achtzehn Liebessuizide, die in diesem Viertel zwischen 1800 und 1814 begangen wurden. Ein bizarrer Ort, der trotzdem nicht völlig verlassen scheint, angesichts der halbvollen Sakegläser auf den Gedenksteinen. Diese Mädchen werden noch immer als schmerzhafte Zeugen aus der Vergangenheit gedacht. Leider reicht die Erinnerung nicht ganz bis nach Kabukicho.

  • Adresse: 2 Chome-15-18 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Hanazono Jinja

Der Hanazono Jinja Schrein
Der Hanazono Jinja, Flickr: mutaso

Der Hanazono-Schrein liegt mitten in der Golden Gai. Ein Gewirr von kleinen Gassen voller Minibars, die früher als Prostitutionskammern dienten. Jetzt sind es kleine Cafés, wo nur ein paar Leute gleichzeitig hinein können. Vor zehn Jahren war ein Besuch der Golden Gai der Höhepunkt der Tokyoreise, aber als sie mehr und mehr von Touristen überschwemmt wurde, begannen Barbesitzer Ausländer abzuweisen. Schade, wir sind dort nicht willkommen. Einfach links liegen lassen und wieder die Zeit geben, um zu Atem zu kommen.

Die Golden Gai, wo Touristen nicht oder kaum willkommen sind

Der Hanazono-Schrein hingegen ist definitiv einen kleinen Umweg wert. Wer den Animationsfilm „Baymax – Riesiges Robowabohu“ (Big Hero 6) von Disney sah, wird in einer der hängenden Glocken Baymax erkennen. Die Macher ließen sich von dieser Glocke für das Design des Kuschelroboters inspirieren. Jeden Sonntag gibt es hier einen Flohmarkt. Besonders um einmal mitzuerleben. Wandelnd zwischen den Ständen fühlst du dich wie ein Pariser in Tokyo. Ein Gefühl, das Tokyoter selbst auch sehr mögen.

  • Adresse: 5 Chome-17-3 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Puk Pupa Teatro (Puppentheater)

Puk Pupa eröffnete vor 50 Jahren ihr Puppentheater in Tokyo. Noch immer werden zehn Aufführungen pro Jahr kreiert. Ob du nun mit Kindern die Stadt besuchst oder allein, ein Besuch dieses merkwürdigen Ortes bleibt ein Tipp. Das Minitheater hat einen hohen Kawaii-Faktor und die farbenfrohen Puppen werden mit Sorgfalt zusammengebastelt. Dieses Theater hat achtzig feste Puppenspieler, die sich pro Aufführung abwechseln. Sehr charmant.

  • Adresse: Unnamed Road, 2 Chome, 2-chōme-12 Yoyogi, Shibuya City, Tokyo 151-0053, Japan

Shoppen im Stadtteil

Shinjuku Marui Annex

Shinjuku Marui Annex ist ein Paradies für Liebhaber alternativer Mode und Popkultur. Dieses kompakte Shoppingcenter ist die Heimat von Gothic-, Lolita- und Streetwear-Marken, von Alice and the Pirates bis Atelier Boz. Neben Modegeschäften findest du spezialisierte Shops voller Anime-Merchandise, seltene Figuren und Cosplay-Accessoires. Auch ein Fan von Godzilla? Dann schau mal vorbei und lass dich überraschen. Ob du nun ein einzigartiges Outfit suchst oder einfach zwischen japanischen Subkulturen stöbern willst, Shinjuku Marui Annex taucht dich in eine neue Welt ein.

  • Öffnungszeiten: 11 Uhr bis 20 Uhr
  • Adresse: 3 Chome-1-26 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Isetan

Isetan in Higashi-Shinjuku
Das bekannte Einkaufszentrum Isetan, Flickr: Itsc1980

Jede Saison schmückt ein anderer japanischer Künstler die große Halle von Isetan. Das bekannte Einkaufszentrum wirbt mit dem Begriff „Fashion Museum“. Die neueste Jugendmode wirst du hier nicht sofort finden. Dieser Shoppingpalast konzentriert sich auf teuer und stilvoll. Nimm dir die Zeit, die Klasse dieses Gebäudes zu bewundern, aber bleib nicht zu lange herumhängen. Bevor du gehst, musst du aber mal beim Kellergeschoss vorbeischauen. Die Delikatessen, die sie hier verkaufen, schmecken himmlisch und du würdest sie allein schon wegen der farbenfrohen Verpackungen kaufen. Japaner bleiben Meister im Verpacken von Geschenken.

  • Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 20 Uhr
  • Adresse: 3 Chome-14-1 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Don Quijote Shinjuku

Der völlig „over the top“ Laden Don Quijote Shinjuku, Flickr: Dick Thomas Johnson

Diesen Laden während deiner Tokyoreise zu überspringen geht einfach nicht. Herrlich vollgestopft mit völligem Unsinn und attraktivem, billigem Kram ist Don Quijote Tokyo vom Feinsten! Von durchsichtiger Coca-Cola bis zu schicken T-Shirts und Reiskochern, alles steht hier in den Regalen und blinkt. Du hast 24 Stunden am Tag Zeit, dein Schnäppchen zu machen. Genug? Besuche auch die anderen großen Filialen in Shibuya und Asakusa.

  • Öffnungszeiten: Nie geschlossen
  • Adresse: 3 Chome-14-1 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Kinokuniya (Buchhandlung)

Die Kinokuniya Buchhandlung
Die Buchhandlung Kinokuniya, Flickr: Hikosaemon

Auf der Suche nach japanischer Literatur auf Englisch? Eine Adresse: Kinokuniya. Alle international bekannten japanischen Schriftsteller sind hier vertreten. Hast du noch extra Platz in deinem Koffer?

  • Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 21 Uhr
  • Adresse: Japan, 〒160-0022 Tokyo, Shinjuku City, Shinjuku, 3 Chome−38−2 新宿駅構内

Toto Daiken Showroom

Tokyo kannst du erst vollständig verstehen nach einem Besuch einer japanischen Toilette. Der beheizte Sitz, lauwarmer Wasserstrahl und automatischer Vernebler, alles Gadgets, die du ausprobieren musst. Der Showroom von Toto Daikin ist ein nettes Extra. Erwarte keine Stockwerke voller Toiletten, sondern einen bescheidenen Showroom für eine herrliche Nische. Toto Daikin hat sogar eine englische Anleitung vorgesehen. Lass dich nicht von der sprichwörtlichen Schwelle abhalten. Einfach hineingehen und dich köstlich amüsieren. Ein Nachteil: Diese Showroom-Toiletten sind nicht gemacht, um sie wirklich zu benutzen.

  • Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 17 Uhr (mittwochs geschlossen)
  • Adresse: Japan, 〒151-0053 Tokyo, Shibuya City, Yoyogi, 2 Chome−1−5 JR南新宿ビル 7F

Essen in Higashi-Shinjuku

Omoide Yokocho

Piss Alley
Yakitori, Sashimi und Ramen essen in der Piss Alley, Flickr: Aussie Assault

Wörtlich übersetzt heißt diese Yokocho die „Gasse der Erinnerungen“. Die meisten Tokyoter verwenden den Spitznamen „Piss Alley“. Nach Feierabend schwanken stockbetrunkene Angestellte hier durch die Gasse, Krawatte auf halb sieben und sich gegenseitig stützend. Früher ließen sie nicht selten ihre Notdurft einfach auf der Straße. Daher der Spitzname. Dieser Ort hat eine lange Geschichte und an vielen Stellen in Tokyo findest du ähnliche Yokochos. Hier serviert man Bier, Sake und eine einfache Küche: Yakitori, Sashimi und Ramen.

1999 brennt ein großer Teil der Bars ab. Es wird beschlossen, Omoide Yokocho wieder aufzubauen, wie es in der Showa-Zeit aussah. Obwohl die Intensität hier etwas verblasst gegenüber anderen Yokochos wie Harmonica Alley in Kichijoji, bleibt Piss Alley eine ausgezeichnete Einführung.

  • Adresse: 1 Chome-2 Nishishinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0023, Japan

Asia Yokocho

Auf dem Dach eines verschlissenen Gebäudes in Kabukicho versteckt sich Asia Yokocho. Sobald sich die staubige Lifttür öffnet, betrittst du ein kleines Essparadies. Dutzende Stände servieren asiatische Küche. Indonesisch, Thailändisch und Koreanisch, du kannst es dort alles probieren. Die Atmosphäre ist ungezwungen und es ist egal, wo du dich hinsetzt. Bestelle ruhig von verschiedenen Ständen gleichzeitig. Auch sehr praktisch sind die Öffnungszeiten: Immer offen! Wer hier mit Hunger geht, darf nie mehr rein.

  • Lage: Rooftop of Dai 2 Towa Kaikan
  • Öffnungszeiten: Nie geschlossen
  • Adresse: 1 Chome-22 Kabukicho, Shinjuku City, Tokyo 160-0021, Japan

Gyu-kaku Kabukichō (BBQ-Restaurant)

Bleibst du in Kabukichō hängen und suchst einen Ort, um mal zu verschnaufen? Dann bist du hier an der richtigen Adresse für Liebhaber japanischer Grillküche. Noch nie selbst Fleisch in Japan gebraten? Das ist deine Chance, und die beste Nachricht: Du musst den Abwasch nicht selbst machen. Wähle aus À-la-carte-Gerichten oder vier Büfettmenüs, und du gehst sicher nicht mit Hunger nach Hause. Gyu-kaku Kabukichō ist der ideale Zwischenstopp für eine entspannte Mahlzeit im pulsierenden Nachtleben von Tokyo.

  • Öffnungszeiten: 16 Uhr bis 23 Uhr (Wochenende ab 12 Uhr)
  • Adresse: Japan, 〒160-0021 Tokyo, Shinjuku City, Kabukicho, 1 Chome−21−2 伊藤ビル B1F

Nakajima (1 Michelin-Stern)

Während des Mittagessens stehen die Iwashi (Sardinen) auf Nummer eins als meistbestellter Fisch. Ob sie nun frittiert sind, als Sashimi serviert oder in Dashi-Brühe gekocht, sie schmecken besser als anderswo in der Stadt. Dieses Restaurant beweist, dass ein Sternerestaurant auch günstig sein kann. Für ein Menü zahlst du 1400 Yen. Vergiss auch die köstlichen Pickles nicht. Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen.

  • Öffnungszeiten: 11:30 Uhr bis 14 Uhr und 17:30 Uhr bis 21 Uhr (montags und sonntags geschlossen)

Shinjuku Acacia (Curryrestaurant)

Warum du diese Shinjuku-Institution besuchen musst? Das Rezept ihres Currys mit Kohlrouladen blieb seit 1963 unverändert. Dieses Gericht ist legendär und hat gigantisch viele Fans. Ob du selbst von dieser Geschmackssensation umgehauen wirst, musst du selbst herausfinden.

  • Öffnungszeiten: 11 Uhr bis 21 Uhr (Freitag bis Sonntag bis 21:30 Uhr)
  • Adresse: 3 Chome-22-10 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Sungari Shinjuku (Russisch)

Touristen denken bei Tokyo vor allem an Sushi und Nudeln. Trotzdem macht die Stadt ihrem Namen als Weltstadt auch kulinarisch vollkommen Ehre. Italienisch, Spanisch, Argentinisch und sogar den Namen der französischen Haute Cuisine verteidigen sie hier mit Händen und Füßen. Einer der außergewöhnlichsten Orte in Sachen Weltküche ist das russische Restaurant Sungari. Populär und authentisch. Gehe auf die Blinchik (salzige Pfannkuchen) und den Golubtsi-Eintopf, Spezialitäten des Hauses. Die saure Sahne und der Kaviar bringen dich problemlos in russische Stimmung und bevor du es merkst, singst du „Kalinka, Kalinka, Kalinka“. Der Wodka wird heimlich auch seinen Teil dazu beitragen.

  • Öffnungszeiten: 17 Uhr bis 22 Uhr
  • Adresse: 2 Chome-45-6 Kabukicho, Shinjuku City, Tokyo 160-0021, Japan

Getränke

Golden Gai

Golden Gai, Shinjuku

Noch Lust auf einen Drink nach so einem langen Tag Japan genießen? Dann gehe Richtung Golden Gai, ein stimmungsvolles Labyrinth enger Gassen in Shinjuku voller winziger Bars mit jeweils eigenem Charakter. Von Jazz und Rock bis zu Filmthemen und traditionellen Sakebars, hier probierst du den einzigartigen nächtlichen Charme von Tokyo.

  • Adresse: Kabukicho, Shinjuku City, Tokyo 160-0021

8bit Café

Tokyo bleibt das Paradies für Gamer. Wer noch einmal gerne aus Jugendnostalgie auf einem echten Nintendo spielen will, dem empfehle ich das 8bit Café aufs Wärmste. Der Raum wurde vollgestopft mit Memorabilia, Gameboys und anderen 80er-Jahre-Computerspielen. Trinke dazu einen Mario B Cocktail und ein alter Traum geht in Erfüllung. Fühle dich wieder fünfzehn. Wo ist dieser spielende Teenager von damals geblieben?

  • Öffnungszeiten: 19 Uhr bis 24 Uhr (dienstags geschlossen)
  • Adresse: Japan, 〒160-0022 Tokyo, Shinjuku City, Shinjuku, 3 Chome−8−9 新宿Qビル5F

Extra

Shinjuku Batting Center

Achtundzwanzig Bälle mit einem Baseballschläger wegschlagen für schlappe 300 Yen. Ich kenne keinen einzigen Grund, warum du das Baseball-Center nicht in deine Planung einbeziehen solltest. Purer Spitzensport, prima Chaosverarbeiter und einfach durch und durch japanisch. Liebhaber japanischer Literatur erinnern sich an die grausam spannenden Szenen auf diesem Übungsfeld in dem Buch „In der Misosuppe“ von Ryu Murakami.

  • Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 16 Uhr
  • Adresse: 2 Chome-21-13 Kabukicho, Shinjuku City, Tokyo 160-0021, Japan

Taito Station Shinjuku

Hast du dieses Logo schon mal gesehen? Das ist sicher nicht unwahrscheinlich, da Taito einer der größten und bekanntesten Namen in Japan ist, wenn es um Spielhallen geht. Wenn du gerne spielst, ist es ein Ort, den du nicht verpassen willst. Taito Station in Shinjuku ist immer lebendig und ein Stück Tokyo, das du nicht überspringen darfst!

  • Öffnungszeiten: 10 Uhr bis 1 Uhr
  • Adresse: 3 Chome-35-8 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Raoul de Boer geschrieben und von Juliane Kolbe übersetzt.

Häufig gestellte Fragen zu Higashi-Shinjuku

Warum riecht es in manchen Gassen von Higashi-Shinjuku so intensiv?

  • Der berühmte Spitzname „Piss Alley“ für Omoide Yokocho kommt nicht von ungefähr. Früher urinierten betrunkene Angestellte tatsächlich in die Gassen, da es kaum öffentliche Toiletten gab. Heute sorgen die vielen Grillstände, Izakayas und die enge Bebauung für eine Mischung aus Essensgerüchen, Zigarettenrauch und Abwasser. Diese authentische „Tokyo-Atmosphäre“ gehört zum Erlebnis dazu und ist in traditionellen Vierteln völlig normal.

Ist es wahr, dass manche Bars in Kabukicho über 10.000 Yen für ein Bier verlangen?

  • Ja, das stimmt tatsächlich. Einige Host- und Hostess-Bars sowie „Snack-Bars“ berechnen astronomische Preise für Getränke und Gesellschaft. Diese Etablissements zielen auf japanische Geschäftsleute ab, die ihre Firmenkreditkarten benutzen. Als Tourist solltest du nach den Preisen fragen, bevor du bestellst, und bei verdächtigen Einladungen vorsichtig sein. Normale Bars haben faire Preise zwischen 500-1000 Yen pro Getränk.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.

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