Bist du ein großer Fan von Haustieren wie Katzen, Hunden oder Vögeln? Außerdem auch nicht ängstlich vor diesen Tieren, dann kann Tokyo dir eine einzigartige Erfahrung bieten. In Tokyo ist nämlich ein Trend mit Tiercafés entstanden. Nun denkst du natürlich, dass dies ein Café ist, das ganz im Trend eines Tieres steht, aber die Japaner gehen noch einen Schritt weiter.
Katzencafé Calico
Fan von verspielten und lieben Hauskatzen? Dann ist dies das Café, um etwas zu trinken zu gehen. Café Calico ist nämlich voller dieser Tierchen, so laufen etwa 25 Katzen im Café herum. Die 25 Katzen sind alle von verschiedenen Rassen und sind lieb und verspielt zu jedem Besucher. Du brauchst keine Angst zu haben, geschlagen zu werden, außer du ärgerst die Tierchen natürlich.
Als Erwachsener kannst du schon für 250 Yen (10 Minuten) bis 3000 Yen (so lange du willst) hineinschauen. Bist du minderjährig und Student, dann bekommst du noch einen netten Rabatt. Getränke gibt es schon für 200 Yen, und du bezahlst erst, wenn du das Café verlässt. Es kann manchmal eine Wartezeit entstehen, um ins Café hineinzukommen. Das Katzencafé findest du ganz in der Nähe der Station Kichijoji.
Eulencafé – Owl Cafe Akiba Fukurou
Wenn du alle Schnickschnack in Akihabara gesehen hast, kannst du im Eulencafé Akiba Fukurou etwas zur Ruhe kommen. (Fukurou bedeutet Eule). Das Café besteht schon etwas mehr als 10 Jahre und gewann mehrere Preise auf Tripadvisor als „Top-Attraktion in Japan“. An diesem Ort kannst du nicht weniger als 40 verschiedene zahme Eulen sehen, darunter die größte Eulenart in Japan, die ganze 3 kg wiegt.
Das Café ist 3 Minuten zu Fuß vom Bahn- und U-Bahn-Bahnhof Akihabara entfernt, aber vergiss nicht, vorher zu reservieren. Ohne Reservierung kannst du das Café leider nicht besuchen. Kosten für einen „normalen“ Besuch sind 3.000 Yen, während eine private Buchung dich schnell 20.000 Yen kosten wird (umgerechnet rund 120 Euro), abhängig vom Tag und der Zeit.
Baby-Café vom Designer Nendo
Neben der Tiermode sind Japaner auch völlig verrückt nach anderen Themen wie Babys. Darauf hat der japanische Designer Nendo reagiert, indem er ein Café mit dem Thema Baby gemacht hat. Alle Stühle, Bänke und Tische sind gigantisch groß, sodass es für Erwachsene aussieht, als ob erwachsene Menschen sehr klein sind, eine Art Riesenland eigentlich.
Die Farben sind auf Babyblau, Babyrosa und sanft weiß ausgerichtet. Außerdem hast du auch noch Maid Cafés, die vollständig auf den Service von kawaii Anime-Mädchen ausgerichtet sind.
FAQs zum Thema Tiercafés in Tokyo:
Welche Hygienevorschriften gelten in Tokyos Tiercafés?
- Alle Tiercafés in Tokyo müssen strenge Hygienevorschriften einhalten. Besucher müssen sich vor dem Betreten die Hände desinfizieren, die Tiere dürfen nicht gefüttert werden und es gibt spezielle Bereiche, wo die Tiere sich zurückziehen können. Regelmäßige veterinärmedizinische Kontrollen sind Pflicht.
Gibt es auch ungewöhnlichere Tiercafés in Tokyo?
- Ja, neben Katzen und Eulen gibt es auch Hedgehog Cafés (Igel), Rabbit Cafés (Kaninchen), Bird Cafés (Vögel) und sogar Reptiliencafés mit Schlangen und Echsen. Jedes Café hat seine eigenen Regeln und Öffnungszeiten, daher solltest du dich vorher informieren.
Warum sind Tiercafés in Japan so beliebt geworden?
- Tiercafés entstanden in Japan, weil viele Wohnungen dort keine Haustiere erlauben und das Stadtleben oft stressig ist. Die Cafés bieten eine Möglichkeit, mit Tieren zu interagieren und zu entspannen, ohne selbst ein Haustier besitzen zu müssen. Das Konzept passt perfekt zur japanischen Arbeitskultur.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.