Kyoto Japan Reiseführer: Tempels & Geishas

Ehemalige Hauptstadt Japans – Kyoto

Viele Reisende in Japan bezeichnen Kyoto als die schönste Stadt Japans. Das ist auch nicht verwunderlich, denn sie ist eine der bemerkenswertesten Städte des Landes. Die Stadt war nämlich über einen Zeitraum von fast 1000 Jahren die Hauptstadt Japans. Dadurch lebten viele wichtige Shoguns und Kaiser in Kyoto, die alle ihre eigenen Burgen, Villen und Tempel hatten.

Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist Tokyo zur Hauptstadt Japans geworden. Heutzutage ist Kyoto vor allem als die Stadt mit 1000 Tempeln bekannt, eigentlich sind es noch etwas mehr, etwa 1600.

Fushimi Inari-taisha

Endloser Fushimi Inari-Schrein Torii-Tunnel in Kyoto mit tausenden roten Schreintoren und japanischen Kalligrafie-Inschriften für Pilger

Wenn du einen beliebigen Japaner fragst, ob er den Fushimi Inari-taisha kennt, dann ist die Antwort garantiert JA. Das ist nämlich einer der bekanntesten Tempel des Landes und zugleich der meistfotografierte Ort Japans. Fast jeder wird Fotos des Tempels wiedererkennen, weil dieser oft in Reisemagazinen oder Reisesendungen im Fernsehen zu finden ist. Der Tempel hat mehr als 32.000 heilige Tore, auch Torii genannt.

Sie sind rot gestrichen mit einem schwarzen unteren Teil, auf jedem Tor steht ein Name eines Spenders oder ein heiliger Text. Das Tempelgebiet ist die größte Attraktion von Kyoto und darfst du nicht verpassen, wenn du die Stadt besuchst.

Die Geishas von Kyoto

Eine Geisha ist eine traditionelle japanische Muse, die reiche Japaner mit klassischer Musik, Tanz und Gesang unterhält. Geishas gibt es schon seit Jahrhunderten und sind auch außerhalb Japans bekannt, denn wer kennt nicht die Damen mit pechschwarzem Haar, leichenblass geschminkten Gesichtern und roten Lippen. Die Geishas von Kyoto findest du im Stadtteil Gion. Dieses Viertel ist voller authentischer hölzerner Teehäuser und überall kannst du Auftritte von Geishas genießen. Sehr schön, das einmal mitzuerleben.

Das goldene und silberne Pavillon

Kinkakuji goldener pavilion in Kyoto

In Kyoto stehen zwei Tempel, die beide einen auffälligen Namen haben, nämlich der Kinkaku-ji (goldene) und Ginkaku-ji (silberne). Das goldene Pavillon ist vollständig mit Blattgold bedeckt und glänzt wunderschön im Teich, der drumherum liegt. Der silberne Tempel ist vollständig aus Holz, es ist nichts zu finden, was aus Silber ist, aber der prächtige Garten, der drumherum steht, macht viel wett. Beide Tempel gelten als die „Must-see“-Tempel von Kyoto. Im Sommer sind sie oft sehr stark besucht, gehe dann so früh oder spät wie möglich hin, um in aller Ruhe genießen zu können.

Übernachten in Kyoto

Wir haben eine Anzahl Hotels und andere Schlafplätze verglichen und eine Top-5 der besten Spots in Kyoto erstellt. Wenn du also noch keinen Schlafplatz in Kyoto hast, dann sind diese Unterkünfte definitiv eine Überlegung wert.

Von Tokyo nach Kyoto

Von Tokyo nach Kyoto mit dem Auto zu reisen dauert etwa 5-6 Stunden, weil du 460 Kilometer zurücklegen musst. Fährst du mit dem Shinkansen, dann bist du schon innerhalb von 3 Stunden und 30 Minuten da! Viel schneller als mit dem Auto und so viel teurer ist es nicht. Du kannst an verschiedenen Bahnhöfen einsteigen, aber am einfachsten ist wahrscheinlich der Bahnhof Shinjuku. Du musst dann den JR Tokaido Shinkansen Richtung Kyoto nehmen.

Mehr über Kyoto wissen?

Kyoto hat natürlich noch viel mehr zu bieten als das, was wir oben beschrieben haben. Du kannst zusätzliche Informationen über das Wetter, die Geschichte und Sehenswürdigkeiten auf unserer Seite über Kyoto finden. Schau dir auch unsere Top 10 Kyoto an!

FAQs zu Kyoto:

Warum hat Kyoto so viele Tempel und Schreine?

  • Kyoto war fast 1000 Jahre lang Japans Hauptstadt und religiöses Zentrum. Kaiser, Shoguns und Adelige errichteten über die Jahrhunderte unzählige Tempel und Schreine, wodurch heute etwa 1600 religiöse Stätten die Stadt prägen und ihr den Beinamen „Stadt der 1000 Tempel“ einbrachten.

Kann man echte Geishas in Kyoto sehen?

  • Ja, besonders im historischen Gion-Viertel kannst du echte Geishas und Maikos (Geisha-Lehrlinge) beim Weg zu ihren Terminen beobachten. Die beste Zeit ist am frühen Abend zwischen 17 und 19 Uhr, wenn sie zu ihren Auftritten in den traditionellen Teehäusern gehen.

Was ist der Unterschied zwischen dem goldenen und silbernen Pavillon?

  • Der Kinkaku-ji (goldenes Pavillon) ist tatsächlich mit echtem Blattgold bedeckt und spiegelt sich spektakulär im umgebenden Teich. Der Ginkaku-ji (silbernes Pavillon) hingegen ist aus Holz und nie mit Silber bedeckt worden, sondern verdankt seinen Namen dem silbrigen Mondschein, der auf das dunkle Holz fällt.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.

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