Hier folgt eine Top 5 japanischer buddhistischer Tempel, basierend auf ihrer Bekanntheit und ihrem historischen Wert. Das ist nur ein winziger Ausschnitt aus der enormen Anzahl an Tempeln in Japan, und selbst kleinere Tempel können eine sehr interessante Geschichte haben. Die folgenden Tempel sind jedoch so bekannt und wichtig für die Entwicklung des Buddhismus in Japan, dass es fast ein Muss ist, sie besucht zu haben.
#1 Tōdai-ji 東大寺 in Nara

Unverzichtbar bei einem Besuch in Nara. Und das kannst du am besten wörtlich nehmen! Die Daibutsu-den 大仏殿, die Haupthalle des Tempels, ist das größte Holzgebäude der Welt und ist daher schwer zu übersehen.

In dieser Halle findest du neben einem goldenen Bild des Bodhisattva Kannon auch eine gigantische bronzene Buddha-Statue, den Daibutsu 大仏 (großer Buddha), in diesem Fall Dainichi Buddha.

Durch die Bedeutung, die dieser Tempel seit Jahrhunderten innerhalb des japanischen Buddhismus und der japanischen Geschichte hat, ist dieser Tempel definitiv einen Besuch wert.
Mehr Informationen findest du auf der offiziellen Website.
#2 Sensō-ji 浅草寺 in Tōkyō

Der Sensō-ji kann über die Entstehungslegende mit dem frühen Beginn des Buddhismus in Japan verknüpft werden. Er soll Tokyos ältester Tempel sein und wahrscheinlich auch der beliebteste, da er überall in den Top-Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt steht.

Der Tempel wird auch Asakusa Kannon Tempel genannt, weil dort ein Bild des Bodhisattva Kannon in der Haupthalle des Tempels verehrt wird. Außerdem werden dort große jährliche Festivals (Matsuri) im Tempel gefeiert. Jetzt verstehst du auch gleich, woher der Stadtteilname Asakusa kommt.
Mehr Informationen findest du auf der offiziellen Website.
#3 Kiyomizu-dera 清水寺 in Kyōto

Der Kiyomizu-dera ist ein Tempel, der dem Bodhisattva Kannon geweiht ist und am Hang des Otowa-Berges in Kyoto liegt. Der Tempel wurde zwar 778 gegründet, aber das meiste, was wir heute bewundern können, stammt aus dem Jahr 1633 in der Edo-Zeit. Wusstest du, dass der Name des Tempels, „der Tempel des klaren Wassers“, mit dem Otowa-Wasserfall zu tun hat, der unter dem Tempel entspringt? Als Besucher kannst du dieses fließende Wasser mit einer Schöpfkelle auffangen, um dich zu reinigen und Glück heraufzubeschwören.
Mehr Informationen findest du auf der offiziellen Website.
#4 Kinkaku-ji 金閣寺 in Kyōto

Der Kinkaku-ji, der Tempel des goldenen Pavillons, ist ein wunderschöner Tempel mit einer reichen Geschichte. Der goldene Pavillon wurde ursprünglich als Teil des Anwesens von Shogun Ashikaga Yoshimitsu während der Muromachi-Zeit gebaut.
Nach Yoshimitsus Tod wurde das Gebäude als Tempel der Rinzai-Zen-Schule geweiht. Wusstest du, dass Kinkakuji auch der Titel eines Buches ist, das von dem bekannten japanischen Schriftsteller Mishima Yukio 三島由紀夫 (1925-1970) geschrieben wurde?
Mehr Informationen findest du auf der offiziellen Website.
#5 Tō-ji 東寺 in Kyōto
Der Tō-ji ist vielleicht der unbekannteste Tempel auf der Liste, aber definitiv einen Besuch wert. Der Tempel wurde vom Mönch Kūkai zum Hauptsitz des Shingon-Buddhismus gemacht. Heute ist der Tempel UNESCO-Kulturerbe! Nimm dir die Zeit, in den wunderschön angelegten Gärten des Tempels zur Ruhe zu kommen und entdecke alle buddhistischen Statuen, die in den Gebäuden ausgestellt werden.

Die Haupthalle von Tō-ji zeigt drei Statuen: eine von Yakushi Buddha (dem heilenden Buddha), eine vom Bodhisattva Nikkō (Bodhisattva des Sonnenlichts) und eine vom Bodhisattva Gakkō (dem Bodhisattva des Mondlichts).
Mehr Informationen findest du auf der offiziellen Website.
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Dieser Artikel wurde von Isy van Dorpe geschrieben.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Welche Verhaltensregeln gelten in buddhistischen Tempeln?
- In buddhistischen Tempeln solltest du respektvoll auftreten: Verbeuge dich am Eingang, sprich leise, fotografiere nur dort wo erlaubt und ziehe bei bestimmten Bereichen die Schuhe aus. Viele Tempel bieten auch die Möglichkeit zu beten oder Räucherstäbchen anzuzünden.
Wann sind buddhistische Tempel am besten zu besuchen?
- Die meisten Tempel sind täglich geöffnet, oft von 6.00 bis 17.00 Uhr. Am frühen Morgen oder späten Nachmittag ist es meist ruhiger. Während der Kirschblüte (März-Mai) und Herbstlaubfärbung (November) sind die Tempel besonders schön, aber auch überfüllter.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.