Shintoismus Japan: Der Weg der Götter erklärt

Shintoismus (神道), Der Weg der Götter

Shinto, Der Weg der Götter, ist die ursprüngliche japanische Naturreligion, in der Bäume, Berge, Flüsse und das Meer mit Göttern (Kamis) assoziiert werden. Die Harmonie zwischen Mensch und umgebender Natur ist ein zentrales Element in diesem Glauben. Böse Geister können diese Beziehung stören. Deshalb werden sie rituell vertrieben oder ausgeschlossen. So können auch Reisende sicher unterwegs sein und werden Kranke geheilt.

Viele lokale Festivals in Dörfern oder Stadtvierteln haben ihren Ursprung in Shinto-Bräuchen. So spielt der Shintoismus eine wichtige Rolle im täglichen Leben Japans, ohne sofort als Religion gesehen zu werden. Wie der Buddhismus Tempel hat, hat der Shintoismus Schreine, manchmal nicht größer als ein Holzkästchen mit einem Bildchen darin, irgendwo am Straßenrand. Aber auch große Tore (Torii) wie das Fushimi Inari-taisha in Kyoto und der Meiji-Schreinim Herzen Tokyos. Hier findest du Altäre, Gebäude, Teiche und Gärten, die alle in Harmonie sind, um so Den Weg der Götter zu verehren.

Shintoismus früher und heute

Harmonischer japanischer Zen-Garten mit traditionellem Tempel, Steinlaternen und gepflegtem Grün unter blauem Himmel
Shinto-Tempel in Japan

Abseits dieser Praxis entwickelte sich der Shintoismus auch als organisierte Religion. Zwischen 1868 und 1945 war er die Staatsreligion Japans. Der Kaiser leitete göttliche Positionen aus der Geschichte der Erschaffung Japans ab. Heutzutage verwenden die Japaner Shinto mehr als Leitfaden, der besonders viel in den Kampfsportarten bedeutet. Harmonie und Perfektion sorgen dafür, dass das Leben im Gleichgewicht bleibt. Laufe deshalb nicht einfach durch einen sorgfältig geharkten Steingarten, denn das kann die Harmonie stören.

Es gibt sieben verschiedene Arten von Shinto-Schreinen, nämlich die kaiserlichen Schreine, Inari-Schreine, Hachiman-Schreine, Tenjin-Schreine, Sengen-Schreine und lokale Schreine.

Hieraus besteht ein typischer Shinto-Schrein

Traditioneller Temizu-Waschbrunnen mit Bambusschöpfkellen für Shinto-Reinigungsritual vor Schreinbesuch
Reinigungsbad bei Shinto-Schrein
  • Torils – Rote Tore, die meist am Eingang oder Durchgang zum Shinto-Schrein stehen
  • Komainu – Ein Paar Wachhunde oder Löwen, die den Eingang bewachen.
  • Reinigungsplatz – Bevor du den Schrein betreten darfst, müssen erst die Hände und der Mund gewaschen und gespült werden.
  • Haupt- und Opferhalle – Das „Honden“, auch die Haupthalle, und das „Haiden“, die Opferhalle, sind beide zentral im Schrein
  • Ema – Besucher schreiben hier ihre Wünsche auf Holztäfelchen in der Hoffnung, dass diese in Erfüllung gehen. Meist geht es um das Erreichen von Erfolg oder die Gesundheit anderer
  • Omikuji – Omikuji sind zukunftsvorhersagende Zettelchen, die zufällig gezogen werden können. Diese sagen meist einen Teil deiner Zukunft voraus.
  • Shimenawa – Ein Seil mit Zickzack-Papierstreifen, das ein Heiligtum markiert. Du findest sie meist am Eingang rund um die Torils oder bei alten Bäumen oder Stadtaltären.

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FAQs zum Shintoismus

Was ist der Unterschied zwischen einem Shinto-Schrein und einem buddhistischen Tempel?

  • Shinto-Schreine sind durch ihre charakteristischen roten Torii-Tore und die Verehrung von Kami (Naturgöttern) erkennbar. Sie haben oft Reinigungsbecken und sind in natürlicher Umgebung gebaut. Buddhistische Tempel hingegen haben Pagoden, Buddha-Statuen und konzentrieren sich auf Meditation und Lehre. Viele Japaner besuchen beide für verschiedene Lebensereignisse.

Warum müssen sich Besucher vor dem Betreten eines Shinto-Schreins reinigen?

  • Die Reinigung (Temizu) ist ein wichtiges Ritual, um sowohl körperliche als auch spirituelle Unreinheit zu entfernen, bevor man den heiligen Raum betritt. Man wäscht Hände und spült den Mund mit Wasser aus einem speziellen Becken. Dies zeigt Respekt vor den Kami und stellt sicher, dass man in reinem Zustand betet.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.

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