Tendai-Buddhismus Japan: Geschichte & Lehre

Tendai-Buddhismus in Japan

Die Tendai-Schule ist vielleicht nicht die bekannteste japanische buddhistische Schule bei uns, aber sie ist eine der größten und beständigsten Schulen in der Geschichte Japans. Obwohl sie heute eine der kleineren Schulen Japans ist, was die Anhänger angeht, besitzt die Tendai-Schule noch viele historisch wichtige Tempel. In diesem Artikel werden der Ursprung und die markantesten Merkmale der Tendai-Schule vorgestellt. Schau dir auch unbedingt die Top 5 Tendai-Tempel für einige nicht zu verpassende Sehenswürdigkeiten während deiner nächsten Reise an!

Wusstest du, dass Tendai nicht nur innerhalb der Religion Japans existiert? Es gibt eine amerikanische und sogar eine europäische Abzweigung der Tendai-Schule mit Tempeln in Italien und dem Vereinigten Königreich!

Lies schnell weiter:

Ursprung des Tendai-Buddhismus

Hohe steinerne Pagode steht zwischen bewaldeten grünen Hügeln in Japan
Guoqing-Tempel auf dem Berg Tiantai, China. / Siyuwj, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Tendai 天台 ist die japanische Lesung des Wortes Tiantai 天台 auf Chinesisch. Die chinesische Tiantai-Schule wurde nach dem Berg Tiantai benannt, da der Gründer der Schule, Zhiyi 智顗 (538-597), dort verweilte und lehrte. Tiantai/Tendai bedeutet wörtlich ‚die himmlische Terrasse‘.

Im 6. Jahrhundert entwickelte Zhiyi auf dieser himmlischen Terrasse also eine Lehre, in der er die buddhistischen Texte systematisierte, mit dem Lotus-Sutra als Höhepunkt des Buddhismus. Aber wie kam diese Tiantai-Lehre dann nach Japan? Dafür müssen wir die Geschichte des Mönchs Saichō 最澄 (767-822) betrachten!

Saichō

Historische japanische Malerei zeigt sitzende Buddha-Figur in traditioneller Robe
Porträt von Saichō / cc öffentlicher Bereich

Saichō, nach seinem Tod auch Dengyō Daishi 伝教大師 (‚der große Meister des Predigens‘) genannt, wurde 767 in der heutigen Shiga-Provinz geboren. Seine Familie war chinesischer Abstammung.

In seinen frühen Teenagerjahren beschloss er, seine Ausbildung zum Mönch zu beginnen. Mit vierzehn Jahren war er Mönch geworden und nahm einen buddhistischen Namen an: Saichō, was ‚der hellste‘ bedeutet.

786, mit neunzehn, wurde er offiziell zum buddhistischen Priester im Tōdai-ji in Nara geweiht. Danach entschied Saichō, aus der ehemaligen Hauptstadt Nara wegzugehen. Er fand nämlich, dass die Atmosphäre der Stadt und der Tempel dort zu dekadent geworden war. Saichō war überzeugt, dass ein Mönch die Erleuchtung nur in einer völlig anderen Umgebung erreichen konnte.

Die Abgeschiedenheit von Saichō

Aus diesem Grund zog er selbst auch in die Berge. Er ging genauer gesagt zum Berg Hiei (jap. Hieizan 比叡山), nordöstlich des heutigen Kyoto. 788 gründete er dort einen kleinen Tempel, der später zum Enryaku-ji 延暦寺 Tempelkomplex heranwachsen sollte.

Dort, auf seinem Berg, war es ursprünglich nicht Saichōs Absicht, eine neue Schule zu gründen. Es war eher so, dass er weg wollte von den rivalisierenden buddhistischen Schulen in Nara. Sein Ziel war es, einen offeneren und eklektischeren Ansatz des Buddhismus zu schaffen, wobei die Trennlinien zwischen verschiedenen Schulen etwas verschwimmen sollten.

Saichō war zu diesem Zeitpunkt auch schon mit der Interpretation des Lotus-Sutra durch den Chinesen Zhiyi in Berührung gekommen. Als Saichō 804 von Kaiser Kanmu nach China gesandt wurde, der die Hauptstadt 794 nach Kyoto verlegt hatte, beschloss er, sich auf Zhiyis Tiantai-Buddhismus zu konzentrieren.

Saichōs größter Fokus lag also beim Studium der Tiantai-Schriften, Meditation und Philosophie. Das ist die sogenannte exoterische Seite des Buddhismus. Dennoch wollte er auch einige Dinge von den anderen Formen des Buddhismus in China zu dieser Zeit mitnehmen, wie vom Chan-Buddhismus (der später Zen werden sollte) und esoterischen buddhistischen Praktiken (also der magisch-religiösen und rituellen Seite des Buddhismus).

Steinerne Mönchsstatue sitzt im Wald mit japanischen Schriftzeichen am Sockel
Statue von Saichō auf dem Berg Hiei / öffentlicher Bereich

Acht Monate nach seiner Abreise kam Saichō mit all diesem Wissen nach Japan zurück. Er schuf damit eine neue Art, Mönch zu werden in Japan: Mönche, die bei Saichō in die Lehre gingen, bekamen ein strenges Lehrprogramm auferlegt, das ganze zwölf Jahre dauerte!

In diesen zwölf Jahren war es nicht nur die Absicht, so viel buddhistische Kenntnis wie möglich zu erlangen, sondern die Mönche mussten auch Wohltätigkeit für die Gemeinschaft tun, wie beim Bau von Infrastruktur zu helfen. Diese Art des Buddhismus, bei der Mönche größtenteils in den Bergen verweilten, um dort zu trainieren und zu lernen, war bis dahin in Japan ungesehen.

Das Tendai-Programm folgte auch nicht ganz den Beschränkungen und Regeln für Mönche (die sogenannten Vinaya-Vorschriften) der älteren und etablierteren Nara-Schulen. Das wurde ihm nicht gedankt. Aber weil Saichō gute Beziehungen zu Kaiser Kanmu hatte, wurde die neue Tendai-Schule schnell offiziell anerkannt.

Konfrontationen zwischen buddhistischen Schulen

Für Saichō war es zu diesem Zeitpunkt noch immer der Plan, eine offene Form des Buddhismus zu schaffen, indem er Austausch mit den anderen Schulen betrieb. Nach Kaiser Kanmus Tod schlug die Stimmung jedoch um zwischen Saichōs neuer Tendai-Schule und den Nara-Schulen.

Die Nara-Schulen mochten es nämlich nicht, dass Saichō ihre älteren Schulen, außer der Kegon-Schule, ‚das kleine Fahrzeug‘ (Hinayana) nannte. Das stellte er seinem Tendai-Lehrgang gegenüber, den er als ‚das eine Fahrzeug‘ (Ekayana) und den Höhepunkt des Mahayana-Buddhismus sah.

Was war für Saichō der Unterschied zwischen dem sogenannten Hinayana und seinem Tendai Ekayana? Hinayana geht davon aus, dass die Erleuchtung und Nirvana extrem schwer zu erreichen sind und dass es nur eine kleine Anzahl von Menschen gibt, die das schaffen könnte. Nicht nur das, sondern manche Menschen wären aufgrund angeborener Merkmale sogar vom Buddhismus in diesen Strömungen ausgeschlossen.

Laut Saichō und der Tendai-Lehre hingegen war es für jeden möglich, die Erleuchtung zu erreichen. Jeder würde nämlich das Potenzial zur Erleuchtung bereits in sich tragen, wie eine Lotusblüte, die noch unter Wasser sitzt und wartet, über Wasser zu kommen, um blühen zu können.

Rosa Lotusblüte blüht zwischen grünen Seerosenblättern im Teich
Die Lotusblume hat im Buddhismus eine starke Symbolkraft

Neben dem misslungenen Austausch von Wissen mit den Nara-Schulen hatte Saichō noch die Chance, sich mehr in die esoterische Seite des Buddhismus zu vertiefen durch Austausch mit seinem Zeitgenossen Kūkai 空海 (774-835).

Kūkais neue Shingon-Schule war nämlich auf die magisch-religiösen Rituale des Buddhismus spezialisiert, wie Mandalas, Mudras (rituelle Gesten) und Mantras (rituelle Sprüche). Saichō hätte gerne noch etwas mehr davon in seine Tendai-Doktrin eingearbeitet und sandte sogar seinen Lieblingsschüler Taihan zu Kūkai, um von ihm zu lernen. Als Taihan jedoch nicht nach Hieizan zurückkehrte, verschlechterte sich die Beziehung zwischen den beiden Schulen schnell.

Diese Meinungsverschiedenheiten und Rivalitäten mit anderen Schulen sorgten dafür, dass Saichō seine Hoffnung auf mehr Austausch innerhalb des japanischen Buddhismus aufgab und sich hauptsächlich darauf konzentrierte, seine eigene Tendai-Schule zu entwickeln.

Dennoch lief nicht alles glatt für Saichō. Er konnte während seines Lebens nie offiziell neue Tendai-Priester in seinem eigenen Enryaku-ji nach seinen Mahayana-Vorschriften weihen. Das wurde erst 822 vom Hof offiziell erlaubt, exakt sieben Tage nach Saichōs Tod.

Die Tendai-Schule sollte auch nach Saichōs Tod weiter wachsen und sich zu einer der einflussreichsten Schulen innerhalb des japanischen Buddhismus entwickeln!

Wissenswertes: Saichō soll auch Teesamen aus China mitgebracht haben. Dieses neue, mysteriöse Getränk sollte den Mönchen beim Meditieren helfen. Tee wurde jedoch erst ein paar Jahrhunderte später wirklich populär bei der breiten Öffentlichkeit in Japan!

Tendai nach Saichō

Die Entwicklungen innerhalb der Tendai nach Saichōs Tod hatten vor allem mit einem wichtigen Element zu tun: esoterischem Buddhismus. Die japanische Aristokratie erwies sich als mehr interessiert an der esoterischen Seite des Buddhismus und besonders an den Ritualen, die Vorteile während dieses Lebens bringen konnten. Dadurch sollte diese Seite der Tendai-Schule noch weiter ausgearbeitet werden.

Saichō hatte damit bereits begonnen, aber es waren vor allem seine Nachfolger Ennin 円仁 (794-864, auch Jikaku Daishi 慈覚大師) und Enchin 円珍 (814-891, auch Chishō Daishi 智證大師), die die esoterische Seite der Tendai-Schule entwickelten. Ennin und Enchin sind beide auch Oberhaupt der Tendai-Schule gewesen.

Große steinerne Buddha-Statue mit Hut steht zwischen grünen Bäumen

Ennin war der erste, der von Tendai-Esoterismus oder Taimitsu 台密 sprach (mit dem tai 台 von Tendai und mit mitsu 密, was geheime oder esoterische buddhistische Überlieferung bedeutet). Er wurde 838 nach China gesandt und kam 857 mit dem Wissen über esoterische Tendai-Praktiken in China zurück.

Auch hatte er dort die Praxis des Nenbutsu 念仏 gelernt. Bei dieser Praxis wird Amida Buddhas Name angerufen, um schließlich die Buddhaschaft zu erreichen. Diese Nenbutsu-Praxis sollte später sogar die Basis für eine neue buddhistische Strömung bilden, die von einem Tendai-Mönch gegründet wurde: den Reines-Land-Buddhismus.

Schwarz-weiße Buddha-Statue in Meditation mit gefalteten Händen auf Sockel
Statue des Mönchs Enchin / öffentlicher Bereich

Enchin war ein Neffe des Shingon-Gründers Kūkai, aber war Mitglied der Tendai-Schule. Er reiste 852 nach China und kam 8 Jahre später auch mit der Lehre des Tendai-Esoterismus zurück. Er gründete ein Zentrum für das Lernen dieser Tendai-esoterischen Praktiken im Mii-dera 三井寺, einem Tempel am Fuß des Hieizan. Er versuchte, Mii-dera zum Hauptsitz des esoterischen Tendai-Buddhismus zu machen, was von den Anhängern Ennins nicht geschätzt wurde.

Steintreppe führt zu traditionellem japanischen Tempeltor zwischen grünen Bäumen
Die Zufahrtsstraße nach Mii-dera / そらみみ, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Schließlich eskalierte der Konflikt zwischen den Anhängern Ennins und Enchins, als die Enchin-Anhänger 933 aus dem Enryaku-ji vertrieben wurden und sich permanent im Mii-dera niederließen. Das markiert die Schaffung von zwei Sekten innerhalb der Tendai-Schule: Die Sanmon 山門 (‚Bergtor‘) Sekte der Ennin-Anhänger im Enryaku-ji einerseits und die Jimon 寺門 (‚Tempeltor‘) Sekte der Enchin-Anhänger im Mii-dera andererseits.

Da es innerhalb der Tendai-Schule auch eine große Präsenz von sōhei 僧兵, bewaffneten Mönchen, gab, führte die Spannung zwischen den beiden Sekten auch zu bewaffneten Konflikten. Dabei wurde zum Beispiel der Mii-dera mehrmals niedergebrannt.

Diesem Gewalt sollte erst ein Ende kommen, als Oda Nobunaga 織田信長 (1534-1582) 1571 alle Tendai-Tempel auf Hieizan dem Erdboden gleichmachte. Das sollte auch das Ende des großen religiösen und politischen Einflusses der Tendai-Schule in Japan bedeuten.

Existiert die Tendai-Schule dann heute noch? Aber sicher! Im untenstehenden Video ist zu sehen, wie Tendai-Mönche des Enryaku-ji das jährliche Mishiho 御修法 Ritual ausführen, indem sie in der Haupthalle des Tempelgeländes beten.

Tendai-Mönche führen das jährliche Mishiho 御修法 Ritual durch.

Merkmale des Tendai-Buddhismus

Die Lehre des Tendai-Buddhismus enthält sowohl eine exoterische als auch eine esoterische Seite. Das heißt, dass einerseits die buddhistischen Schriften und Philosophie von Bedeutung sind, aber andererseits auch die mehr magisch-rituellen Seiten des Buddhismus. Unten folgen einige Hauptmerkmale der Tendai-Lehre.

Wie bereits erwähnt wurde, fällt Tendai unter die Mahayana-Strömung des Buddhismus. Auf dem Gebiet der Schriften wird die Basis der Tendai-Lehre vom Lotus-Sutra (jap. myōhōrenge-kyō 妙法蓮華) und den Schriften über dieses Sutra vom chinesischen Tiantai-Meister Zhiyi gebildet. Daraus kommen auch ‚Die Drei Wahrheiten‘, die zentral in der Tendai-Lehre stehen. Das Nachdenken über diese Wahrheiten ist für Tendai-Mönche wichtig, um die wahre Natur der Welt zu erfassen.

Diese Wahrheiten sind:

  1. Alles ist ‚leer‘. Nichts hat eine Essenz, die statisch ist oder losgelöst von allem anderen, was existiert. Alle Phänomene sind also voneinander abhängig und immer im Wandel.
  2. Alles hat dennoch eine (relative) Existenz. Die Dinge mögen zwar zeitlich und veränderlich sein, dennoch bedeutet das nicht, dass nichts real ist. Alles entsteht durch das Gesetz von Ursache und Wirkung.
  3. Die Wahrheit des Mittleren Weges, was bedeutet, dass sowohl Wahrheit 1 als auch 2 gleichzeitig wahr sind. Die drei Wahrheiten sind zusammen Eine Wahrheit.
Historische japanische Buchmalerei mit Buddha-Figuren und kalligrafischem Text
Kapitel 25 des Lotus-Sutra, Manuskript von 1257 / Öffentlicher Bereich

Ein anderer theoretischer Punkt, der für Tendai stark von Bedeutung ist, ist das Konzept des hongaku 本覚, ‚die ursprüngliche Erleuchtung‘. Dieses Konzept ist fundamental innerhalb des Mahayana-Buddhismus, und für die Tendai-Schule bedeutet es konkret, dass alles die intrinsische Möglichkeit hat, Buddha zu werden und somit die Erleuchtung zu erreichen.

Die Buddhaschaft sitzt also von Anfang an in allen Dingen und wartet darauf, entdeckt zu werden, wie die Knospe einer Lotusblüte unter der Wasseroberfläche. Wie erreichst du diese inhärente Erleuchtung dann? Laut Tendai kannst du sie erreichen, indem du die Unwahrheiten und Wahnvorstellungen über die Natur des Daseins einsiehst und bekämpfst.

Die esoterischen Praktiken innerhalb der Tendai-Lehre können dem Mönch dann wiederum helfen, die Lehre des Buddha physisch zu erfahren. Das sollte dazu führen, dass du glaubst, dass du inherent bereits erleuchtet bist. Dadurch könntest du sogar ein Buddha in deinem eigenen Körper werden (und musst also nicht erst wiedergeboren werden). Was sind esoterische Praktiken so? Das Skandieren von Mantras (Sprüche), Meditation (sitzend oder gehend), über Rituale die Welten des Buddha (die in Mandalas abgebildet werden) betreten oder sogar esoterische Feuerrituale.

Durch die eklektische Natur und die esoterische Seite der Tendai-Lehre gab es auch Raum, um eine tiefere Verbindung mit Shinto zu schaffen. Laut der Tendai-Schule sind die Kami auch Repräsentationen der universellen Buddhaschaft. Damit meinen sie, dass die Kami das Äquivalent von Buddhas sind, aber dass sie in diese Welt herabgestiegen sind, um der Menschheit zu helfen. Aber was ist dann mit Kami, die als schlecht oder grausam bekannt sind? Laut Tendai sind das Kami, die die buddhistische Lehre abgelehnt haben und daher nicht erleuchtet sind.

Traditioneller japanischer Holztempel mit geschwungenem Dach und roten Geländern
Hiyoshi Taisha in Otsu. / 663highland, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein gutes Beispiel für den Zusammenhang zwischen Tendai und Shinto sind die Sannō Sansei 山王三星, die Drei Könige des Berges. Diese Gottheiten wurden bereits auf Hieizan verehrt, bevor Saichō dort den Enryaku-ji gründete, und wurden daher auch von Tendai verehrt. Der Schrein Hiyoshi Taisha 日吉神社 (früher Hie Taisha 日枝大社), der am Fuß des Hieizan liegt, war stets mit Enryaku-ji verbunden bis zur Trennung von Buddhismus und Shinto 1868.

Hast du dadurch Lust bekommen, dich während deiner Reise nach Japan in den Tendai-Buddhismus zu vertiefen? Dann schau dir unbedingt unsere Liste der Top 5 Tendai-Tempel an!

FAQs zum Tendai-Buddhismus:

Was ist das berühmte 12-Jahre-Training der Tendai-Mönche?

Das ursprünglich von Saichō eingeführte 12-jährige Ausbildungsprogramm (jūni-nen rōzan) verlangt von Mönchen, zwölf Jahre auf dem Berg Hiei zu verbringen, ohne ihn zu verlassen. Sie studieren Schriften, praktizieren Meditation und führen Gemeinschaftsarbeit aus.

Welche berühmten buddhistischen Schulen entstanden aus Tendai?

Viele wichtige japanische buddhistische Schulen haben ihre Wurzeln in Tendai, darunter das Reines-Land-Buddhismus (Jōdo-shū) von Hōnen, Zen-Buddhismus durch Eisai und Nichiren-Buddhismus von Nichiren. Alle diese Gründer waren ursprünglich Tendai-Mönche.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Isy van Dorpe.

Quellenverzeichnis

  • Britannica, T. Editors of Encyclopaedia. “Saichō.” Encyclopedia Britannica. Laatst geüpdatet 1 januari 2023.https://www.britannica.com/biography/Saicho.
  • De Bary, Theodore, et al. 2001. Sources of Japanese Tradition: Volume 1: From Earliest Times to 1600. New York: Columbia University Press.
  • Lowenstein, Tom. 2002. Boeddhisme: filosofie en meditatie, het pad naar spirituele verlichting, heilige plekken. Vertaald door May Verheyen. Nederland: Librero.
  • New World Encyclopedia contributors. 2023. “Tendai,” New World Encyclopedia. Laatst geüpdatet 27 februari 2023. https://www.newworldencyclopedia.org/p/index.php?Tendai&oldid=1102249.
  • Tendai Buddhism Europe. z.d. “Introduction to Tendai-shū”. Tendai Europe.org. https://tendai-europe.org/introduction-to-tendai-shu/.
  • Tendai Buddhist Institute. 2019. “What is Tendai?” Tendai.org. https://www.tendai.org/tendai/what-is-tendai/.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.

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