In Japan wächst die Tourismusbranche gigantisch, was leider auch Nachteile mit sich bringt. Die zwielichtigen Praktiken von Betrügern nehmen hiermit zum Beispiel auch zu. Selbst im super sicheren Japan laufen Menschen herum, die anderen einen Streich spielen wollen. In diesem Artikel schauen wir uns die häufigsten Betrügerpraktiken etwas genauer an, auf die du als Tourist so leicht hereinfällst, wenn du nicht aufpasst.
Darauf solltest du in den Großstädten Japans achten
Barkers/Schlepper:
In Ausgehvierteln wie Roppongi und Kabukicho in Shinjuku können Barkers oder Schlepper versuchen, dich in Bars oder Clubs zu locken, mit Versprechen von niedrigen Preisen oder kostenlosen Getränken. Einmal drinnen können die Preise plötzlich steigen, ohne dass du es merkst, denn die Rechnung siehst du erst am Ende des Abends oder der Nacht. Manchmal wird sogar eine Deckungsgebühr berechnet, und die Damen, die so freundlich zu dir sind, trinken vielleicht einen Fruchtsaft, während dir der exotischste Cocktail berechnet wird. Ein Beispiel: 40 Dollar für unbegrenzt trinken den ganzen Abend lang, das ist meist zu schön, um wahr zu sein.
Straßenverkäufer:
Die meisten Touristen kommen über die Großstädte wie Tokyo, Osaka oder Kyoto ins Land. In diesen Städten laufen manchmal Straßenverkäufer herum, vor denen die Polizei unter anderem aus Tokyo warnt. Nicht so sehr, dass sie dich tatsächlich belästigen werden, aber sie versuchen schon, dich zu betrügen. Du musst nicht nur verhandeln, sondern auch gut aufpassen, was sie anbieten.
Falsche Mönche:
In touristischen Gebieten können Fake-Mönche versuchen, Spenden für ihren „Tempel“ zu erbitten. Sie können dir ein Amulett oder einen „Segen“ im Austausch gegen Geld anbieten. Echte Mönche würden das im Allgemeinen nicht tun, also sei vorsichtig bei solchen Annäherungsversuchen.
Taxifahrer:
Obwohl der allergrößte Teil der Taxifahrer in Japan ehrlich ist, gab es einige Fälle, in denen Touristen von Fahrern betrogen wurden, die den Taxameter manipulieren oder unnötig lange Routen fahren. Das ist wirklich sehr außergewöhnlich. Sorge dafür, dass du die Route kontrollierst und achte auf die Tarife. Mit einer eSIM hast du überall in Japan unbegrenztes Internet und kannst einfach über Google Maps die schnellste Route für das Taxi planen.
Einkaufen:
In manchen Geschäften können Preise für Touristen erhöht werden. Es ist eine gute Idee, Preise zu vergleichen und nach vertrauenswürdigen Geschäften zu suchen.
Pachinko:
Das ist ein beliebtes Glücksspiel in Japan, und manche Touristen können dazu verleitet werden zu spielen. Bedenke, dass Glücksspiel in Japan offiziell illegal ist, und Pachinko kann süchtig machen und zu finanziellen Problemen führen.
FAQs zum Thema:
Ist Japan wirklich so sicher wie alle sagen?
- Japan gilt als eines der sichersten Länder der Welt mit sehr niedriger Kriminalitätsrate. Dennoch sollten Touristen grundlegende Vorsichtsmaßnahmen treffen, besonders in belebten Touristengebieten.
Was sollte ich tun, wenn ich Opfer eines Betrugs in Japan werde?
- Wende dich sofort an die nächste Polizeistation (Koban). Die japanische Polizei ist hilfsbereit und viele Beamte sprechen grundlegendes Englisch. Bewahre alle Belege und Dokumentationen auf.
Gibt es offizielle Touristeninformationsstellen, die bei Problemen helfen?
- Ja, Japan hat ein gut ausgebautes Netzwerk von Touristeninformationszentren (TIC). Diese findest du an Flughäfen, Bahnhöfen und in touristischen Gebieten. Sie bieten kostenlose Hilfe in mehreren Sprachen an.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.