Japan hat eine Vielfalt an interessanten Kulturen, aber seine Popkultur, eine der modernen japanischen, ist in letzter Zeit auf der ganzen Welt immer beliebter geworden. Wahrscheinlich kennst du die japanische Popkultur vor allem von Manga, Anime, Nintendo-Videospielen, Mädchen-Idolen und so weiter.
Und dann hast du sicher schon vom Wort Otaku oder Otaku-Kultur gehört? Die Anzahl der Otakus, die im Ausland leben, aber sich in die japanische Popkultur vertiefen, nimmt schnell zu. Dennoch ist nicht ganz Japan ein Otaku und du wirst nach den Hotspots suchen müssen. Wir helfen dir dabei, indem wir eine Übersicht der coolsten Plätze in Japan für echte Otakus und Popkultur-Fans erstellen. Lass uns mit denen von Tokyo beginnen.
Die besten Otaku-Läden und Plätze von Tokyo
Einige Stadtteile in Tokyo sind bekannt als das Herzstück der nerdigen Popkultur in Japan. So werden die meisten Fans das berühmte Akihabara kennen. Aber mit unserer Übersicht von Tokyo bekommst du einen echten Deep-Dive in die Otaku-Kultur.
Akihabara

Akihabara erhielt den Spitznamen „Electric Town“ durch die Anwesenheit von Läden für Haushaltsgeräte seit den 30er Jahren und das Aufsprießen weniger legaler Läden nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders letztere florierten durch den Verkauf von Radios, einem knappen Gut, auf das man in Zeiten des Chaos gierig sprang, um dennoch die Nachrichten verfolgen zu können.

Als Haushaltselektronik alltäglich wurde, verschob sich die Aufmerksamkeit in den 80er Jahren zu Heimcomputern, damals noch das exklusive Gebiet von Geeks und Spezialisten. So wurden auch die Otakus angezogen und Akiba entwickelte sich gewissermaßen auf natürliche Weise zum modernen Zentrum für die japanische Popkultur.

Heute dreht sich in Akihabara alles um Moe und die neuesten Anime und Manga. Wir können unmöglich alle Läden erwähnen, aber hier ist eine Auswahl aus dem Angebot:
- Akiba Cultures Zone Ein riesiges Einkaufszentrum. Hier findest du verschiedene Secondhand-Läden wie Lashinbang (Figuren, Anime, Manga), Trio (Idol-Waren), Kaizokuo (TCGs), Havikoro Toy (Figuren und Otome-Merchandise) und Astop (Figuren, TCGs und Idol-Waren), aber auch Scaleton (ein Modellbauladen), verschiedene Pop-ups, ein Maid-Café, ein Café mit Auftritten von Idols und sogar ein Theater mit Events mit Synchronsprechern, Anime-Screenings und Vocaloid-Events!
- Mandarake Complex Mandarake ist eine Kette, die sich auf Secondhand spezialisiert, obwohl sie auch neue Sachen verkaufen. Ihr größter Laden befindet sich hier und du findest dort Cosplay, Manga, Doujinshi, CDs, DVDs, Videospiele, TCGs, Figuren und Merchandise. So ziemlich alles also.
- Radio Kaikan Noch ein Einkaufszentrum mit Elektronik und Anime-Waren. Du findest dort Filialen von unter anderem K-Books, Kaiyodo und Volks, mit Manga, Plastikmodellen, Figuren und TCGs.
- Animate Kette, die die neuesten Anime- und Manga-Merchandise verkauft.
- Gamers Im Gegensatz zu dem, was der Name vermuten lässt, geht es hier viel breiter als nur um Videospiele. Es werden auch Character-Waren, CDs, Blu-rays und DVDs, Manga, Zeitschriften, Figuren und Artbooks verkauft. Außerdem liegt der Fokus bei den Videospielen auf Bishoujo-Games. Das neueste Pokémon wirst du dort nicht finden.
- Super Potato Hier dreht sich alles um Videospiele und Konsolen. Sie spezialisieren sich auf Retro.
- Kotobukiya Einer der offiziellen Läden von Kotobukiya, einem Hersteller von Figuren und Plastikmodellen.
- Liberty Secondhand-Figuren, Merchandise und Plastikmodelle.
- Trader Secondhand-Videospiele, DVDs und Blu-rays.
- Sofmap J-Pop-CDs, Manga, Light Novels, Blu-rays, DVDs, Figuren und Videospiele.
- Melon Books Doujinshi und zugehöriges Merchandise.
- Cosmate Plus Spezialisiert auf Cosplay für Damen.
- Card World Akiba TCGs, neu und secondhand, populär und obskur. Mit einem Spielraum.
- Yellow Submarine RPG RPGs in Form von Brett- und Kartenspielen.
- Tamashii Nations Tokyo Der neueste Laden von Bandai Spirits mit Anime-Figuren und Plastikmodellen hoher Qualität.
- Don Quijote Das ist nicht unbedingt ein Otaku-Laden, da es eine große Kette von Discount-Läden ist, die fast alles verkauft, was du dir vorstellen kannst. Es ist jedoch erwähnenswert, dass die Filiale in Akihabara ein Maid-Café und ein Theater enthält, wo die Idol-Gruppe AKB48 täglich auftritt.
- Yodobashi Camera Riesiger Elektronikladen. Denk an „MediaMarkt auf Steroiden“ und du kommst ziemlich nah heran.
- Ufotable Cafe Eine Bar in Nakano rund um die Produktionen des Animestudios Ufotable (wie Kimetsu no Yaiba (Demon Slayer), die Fate-Serie und Kara no Kyoukai). Es befinden sich dort zwei Galerien mit exklusiven Ausstellungen, die alle paar Monate ersetzt werden, aber auch die Speisekarte ist nach dem Thema des Monats gestaltet. Eine Reservierung ist jedoch erforderlich. Sie haben auch Standorte in Osaka und Nagoya.
Nakano Broadway

Nakano Broadway öffnete 1966 als ein gigantisches, luxuriöses Einkaufszentrum mit nicht nur Läden, sondern auch Restaurants, Apartments und sogar einer Dachterrasse mit Schwimmbad und Garten. Letztendlich wurde Nakano als Bezirk jedoch von neueren, moderneren Bezirken wie Shibuya und Roppongi überschattet.

1980 eröffnete Mandarake hier ihre erste Filiale und so hat sich Nakano Broadway als Mekka für Subkultur und Old-School neu erfunden, als Gegenstück zum „hip und happening“ in Akihabara.
Heute betreibt Mandarake hier nicht weniger als 34 kleine Läden mit jeweils ihrer eigenen Spezialität, aber besonders die zweite und dritte Etage sind auch voller kleiner Läden mit Sammlerstücken, Spielzeug, Figuren, Retro-Sachen und verschiedenen Kuriositäten der vergangenen Jahrzehnte, oft zu günstigen Preisen. Eine Goldgrube für Nostalgie.
Mehr Informationen auf nakano-broadway.com
Ikebukuro
Bei Otakus ist Ikebukuro hauptsächlich für die Otome Road bekannt. Einst war Ikebukuro eine kleinere Version von Akihabara, bis die örtliche Filiale von K-Books beschloss, sich auf Doujinshi für Fujoshi zu spezialisieren, weibliche Fans von Shounen-ai und Yaoi. Andere Läden beschlossen, darauf einzugehen, und die Otome Road wurde Realität.
Neben örtlichen Filialen von K-Books, Animate, Lashinbang, Mandarake findest du etwas außerhalb der Otome Road auch die einzige noch verbliebene physische Filiale von Comic Toranoana, einem bekannten Doujinshi-Laden. Einst gab es nicht weniger als 15 Läden in Japan, aber mit der Schließung von fünf Filialen im Jahr 2022 ist der Laden in Ikebukuro der einzige, der neben dem Webshop übrig bleibt.
Odaiba

Odaiba hat das Einkaufszentrum DiverCity Tokyo Plaza, erkennbar durch das 1/1-Modell eines Gundam, das direkt davor steht. Im siebten Stock befindet sich Gundam Base Tokyo, einer der offiziellen Läden von Bandai, wo du Gunpla (Gundam Plastic Models) anschauen und kaufen kannst. Es gibt sogar einen Raum, um sie vor Ort zusammenzubauen.
Tokyo Character Street
Eine Reihe von Läden rund um Anime- und Kawaii-Charaktere direkt unter dem Tokyo Station. Hier findest du unter anderem einen Pokémon Store, Hello Kitty Shop und Shounen Jump Shop.
Harajuku
Die Zeit, als du auf der Jingu Bashi noch Cosplayer antreffen konntest, ist zwar schon lange vorbei, und obwohl Harajuku noch hauptsächlich für die Jugendkultur und alternative J-Fashion bekannt ist, findest du dort nun den offiziellen Sailor Moon Store im Laforet-Komplex.
Arcades in Tokyo
Japan ist eines der wenigen Länder der Welt, wo du noch Tausende von Arcades im Straßenbild siehst, obwohl auch hier viele während der Corona-Pandemie dauerhaft geschlossen wurden. Das sind die bekanntesten in Tokyo:
- Tokyo Leisureland Ausgerichtet auf moderne Arcade-Spiele und Greifautomaten. Du findest sie unter anderem in Odaiba und Tokyo.
- Taito Taito ist bekannt für Space Invaders, woran du auch ihr Logo erkennst. Ihre Arcades findest du in Tokyo und Shinjuku. Ihr größtes Center ist Taito HEY Akihabara mit einem Vintage-Arcade-Bereich (mit den bekannten japanischen „Candy Cabinets“) mit unter anderem klassischen Fighting Games, aber auch moderneren Arcade-Spielen wie Systemen auf Basis von Spielkarten, Online-Shootern und Rhythmusspielen wie DDR und UFO Catchers.
- GiGO Immer noch besser bekannt als Sega, aber weil Sega schon seit einigen Jahren nicht mehr Eigentümer ist, wurde der offizielle Name 2022 angepasst. Du findest sie noch in Akihabara und Shinjuku, aber die Filiale in Ikebukuro hat die Corona-Pandemie leider nicht überlebt. Du findest dort allerlei Arcade-Spiele und Greifmaschinen.
Otaku-Cafés in Tokyo

Trotz der Schließung des AKB48 Cafe and Shop und der verschiedenen Gundam Cafés kannst du in Tokyo noch immer in verschiedene Otaku-Cafés gehen:
- Final Fantasy Eorzea Café Ein nachgebautes Café aus Final Fantasy XIV mit einem Themenmenü in Akihabara.
- Square Enix Cafe Obwohl Square Enix am bekanntesten für Final Fantasy ist, machen sie auch andere Spiele. Hier befindet sich ein kleiner Verkaufsraum und ein Café-Bereich mit Getränken und einfachen Mahlzeiten im Thema der Spiele von Square Enix. Befindet sich auch in Akihabara.
- Hunter’s Bar Eine Bar im Thema von Monster Hunter mit Nachbildungen von Waffen aus den Spielen.
- Game Bar A-Button Kleine, versteckte Bar in Akihabara mit einem Retro-Game-Thema. Spiele Super Mario Land auf einem klassischen Game Boy bei einem Drink.
- Maid-Cafés Vielleicht die bekannteste Attraktion von Akihabara. Maid-Cafés sind eine Art Cosplay-Cafés, wo die Kellnerinnen ein typisches Maid-Kostüm oder eine Variante davon tragen. Neben Getränken und Essen werden oft Dienstleistungen angeboten wie Spiele, die du mit den Maids spielen kannst, und Fotos, die du zusammen mit ihnen machen kannst. In einem späteren Artikel gehen wir tiefer auf dieses Phänomen ein. Außer in Akihabara hast du auch Kuroneco neben Nakano Broadway und das männliche Gegenstück, das Swallowtail Butler Cafe, in Ikebukuro.
Otaku-Museen und Ausstellungen in Tokyo

- Ghibli-Museum Das Museum von Studio Ghibli befindet sich etwas außerhalb des Zentrums von Tokyo und ist im Stil ihrer Filme gestaltet. Viele der Ghibli-Charaktere kommen dort vor und du findest verschiedene Ausstellungen über ihre Geschichte und Animationstechniken sowie Nachbildungen der Arbeitsplätze von Hayao Miyazaki. Es gibt auch ein kleines Theater mit Kurzfilmen, die nirgendwo anders gezeigt werden. Achtung, Tickets zu buchen ist nicht einfach. Du musst im Voraus reservieren. Es wird nur eine begrenzte Anzahl von Tickets für Ausländer zurückgelegt und der Verkauf beginnt am zehnten Tag des Vormonats um 10:00 Uhr Ortszeit (in Deutschland ist das 2 Uhr nachts oder 3 Uhr nachts während der Sommerzeit). Tickets sind immer blitzschnell ausverkauft.
- Toei Animation Museum Toei ist unter anderem bekannt für Dragon Ball und One Piece. Das ist ein kleines Museum in einem ihrer Animationsstudios mit Storyboards, Animationszellen und Videos.
- Suginami Animation Museum Museum über die Geschichte von Anime, wo du Animationssoftware ausprobieren oder selbst etwas synchronisieren kannst. Es befinden sich auch temporäre Ausstellungen über aktuelle Anime-Produktionen dort. Leider momentan vorübergehend geschlossen.
- Tokyo Anime Center Das Tokyo Anime Center ist ein Laden mit Anime-Merchandise und temporären Ausstellungen und Events mit Synchronsprechern.
Otaku-Veranstaltungen in Tokyo
- Comiket Doujinshi-Convention in Odaiba mit 750.000 Besuchern im Jahr 2019 ist eine der größten in Japan. Comiket findet zweimal im Jahr als viertägiges Event statt, während des zweiten Wochenendes im August und des letzten Wochenendes im Dezember. Obwohl der Fokus auf dem riesigen Doujinshi-Markt liegt, gibt es auch einen Raum für Cosplayer und Fotografen.
- AnimeJapan Handelsmesse in Odaiba, wo Vertreter aus der Anime- und Videospiel-Industrie einen Stand betreiben, um den Konsumenten zu erreichen. Es finden Live-Shows, Interviews und Ankündigungen neuer Anime statt und es gibt auch einen Cosplay-Raum. Findet im März mit mehr als 100.000 Besuchern statt.
- Tokyo Anime Awards Festival Die Oscars für Anime. Hier werden jährlich im März Preise für die besten Anime, Regisseure, Geschichten, Character Designs, Musik, Animatoren usw. des Jahres verliehen. Es finden auch Talkshows, Anime-Screenings und Workshops statt.
- Jump Festa Jährliche Messe von Shueisha rund um die verschiedenen Jump-Zeitschriften. Hier werden neue Manga in ihren Zeitschriften und die darauf basierenden Anime, Spiele und Merchandise angekündigt und es werden Panels von Mangaka gehalten. Findet während des dritten Wochenendes im Dezember mit mehr als 100.000 Besuchern statt.
Otaku-Hotspots in Osaka

Osaka ist natürlich bekannt für Nipponbashi, auch Den Den Town genannt. In vielerlei Hinsicht kannst du es als eine kleinere und komprimierte Version von Akihabara betrachten, aber dann mit der typischen Atmosphäre von Osaka. Neben den bekannten Läden aus Akihabara wie Mandarake, Animate, Super Potato, K-Books, Melon Books und Yellow Submarine findest du hier auch Exklusives und Läden, die du nicht in Tokyo findest, wie den Modellbauladen Super Kids Land und den Spielzeugladen Hero Gangu mit sowohl alten als auch neuen Sammlerstücken.
Osaka hat natürlich auch ihre eigenen Maid-Cafés, darunter Filialen der größten Ketten. Das erste Maid-Café in Osaka war CCOcha.
Auch hier findest du die bekannten Arcades und Greifmaschinen wieder, zum Beispiel in den Taito Stations.
Außerdem hast du im März jährlich das Nipponbashi Street Festa mit einer Parade mit mehr als 10.000 Cosplayern.
Als letzter Tipp findest du in Takarazuka, etwas außerhalb von Osaka, das Osamu Tezuka Manga Museum. Osamu Tezuka wird als der „Gott des Manga“ betrachtet, weil er in vielerlei Hinsicht Manga und Anime, wie wir es heute kennen, geprägt hat. Er wuchs in Takarazuka auf und dieses Museum behandelt sein Leben und enthält Ausstellungen mit seinem Werk.
Hier musst du als Otaku in Kyoto sein
Kyoto ist nicht sofort der place to be zum Shoppen als Otaku, aber du findest dort die OTAKU BAR ISM. Das ist eine lokale Bar mit einem Interieur voller Anime-Figuren, die sich, wie der Name schon sagt, an Otakus richtet.
Außerdem hast du dort auch das Kyoto International Manga Museum. Es befindet sich eine riesige Manga-Bibliothek dort, allerdings hauptsächlich auf Japanisch, eine Ausstellung über verschiedene einflussreiche Manga aus der Geschichte, ein Studio, wo du Mangaka bei der Arbeit sehen kannst, und eine Galerie für temporäre Ausstellungen.
Außerdem gibt es natürlich genug zu besuchen in Kyoto wie den Fushimi Inari, Kiyomizu-dera und den Kinkaku-ji-Tempel.
Nagoya
Nagoya ist genau wie Kyoto auch nicht sofort bekannt für die Otaku-Kultur, aber im Bezirk Osu kannst du durchaus einige Läden und sogar Maid-Cafés finden. So hast du dort Filialen von Mandarake, Animate und Lashinbang, Animate, Super Kids Land und Gee! Store. Das erste Maid-Café in Nagoya war M’s Melody.
Außer Maid-Cafés hat Nagoya auch eine Reihe spezifischer anime-themed Cafés:
- Amusement Cafe-Bar WATER7 Diese ist voller One Piece-Figuren und hat auch eigene Cocktails und Mocktails mit einem One Piece-Thema.
- Gundam Bar Sieg Zeon Eine Bar mit Gunpla und einem Menü im Gundam-Thema.
- Toaru Anime Izakaya Izakaya mit Anime-Figuren in der Dekoration und Cocktails im Anime-Stil.
Wofür Nagoya in Deutschland bekannt ist, ist der World Cosplay Summit. Das kannst du als die Weltmeisterschaft im Cosplay betrachten, wohin jährlich vierzig Länder Anfang August Vertreter senden, die die lokalen Vorauswahlen gewonnen haben und um die höchste Anerkennung kämpfen. Das Event zieht mehr als 200.000 Besucher aus der ganzen Welt an und im Voraus gibt es zwei Wochen an Aktivitäten mit unter anderem einer Cosplay-Parade.
Pokémon Centers

Die offiziellen Pokémon Centers sind überall in Japan verstreut. Momentan findest du in Tokyo fünf, nämlich in Tokyo Bay, Ikebukuro, Skytree Town, Nihonbashi und Shibuya, zwei in Osaka in Umeda und Shinsaibashi und eines in Nagoya, Fukuoka, Yokohama, Sapporo, Tohoku, Hiroshima, Kyoto und Kanazawa. Das Pokémon Center in Nihonbashi (Tokyo) hat auch ein Pokémon Café im Thema.

Außerdem befinden sich auch kleinere Pokémon Stores in verschiedenen Kaufhäusern und Flughäfen sowie unter dem Tokyo Station. Wirklich ein kleiner Himmel für echte Pokémon-Fans, sagen wir selbst.
Verpasse die Themenparks als Otaku keinesfalls!

Obwohl Tokyo One Piece Tower (schade!) und J-World Tokyo inzwischen geschlossen sind, gibt es noch verschiedene Freizeitparks mit einem Anime-Thema zu besuchen:
- Ghibli Park Ein neuer Themenpark etwas außerhalb von Nagoya rund um die Filme von Studio Ghibli. Dieser besteht aus drei verschiedenen Zonen, mit noch zwei im Bau, die jeweils ein eigenes Eingangsticket erfordern, das im Voraus reserviert werden muss. Momentan hast du Ghibli’s Grand Warehouse mit Ausstellungen, Screenings von Kurzfilmen und einem Spielplatz, die Hill of Youth mit Nachbildungen von Gebäuden aus verschiedenen Ghibli-Filmen und Dondoko Forest mit einer Nachbildung des Hauses aus Mein Nachbar Totoro (My Neighbor Totoro). Noch im Bau sind das Valley of Witches und Mononoke Village.
- Universal Studios Japan Obwohl die Freizeitparks von Universal Studios nicht spezifisch über japanische Medien gehen, hast du seit kurzem den Bereich Super Nintendo World im Park in Osaka. Hier hast du Attraktionen basierend auf Super Mario und verwandten Nintendo-Franchises. Außerdem gibt es in Universal Studios Japan manchmal auch temporäre Attraktionen mit einem Anime- oder Videospiel-Thema.
- Sanrio Puroland Freizeitpark in Tokyo mit Hello Kitty-Thema, ausgerichtet auf Kinder.
- Namja Town Überdachter Themenpark in Sunshine City (Komplex in Ikebukuro) mit Arcades und kleinen Attraktionen basierend auf den Kreationen von Namco, die hauptsächlich für Pac-Man bekannt sind. Leider sind Japanischkenntnisse für viele der Spiele erforderlich.
- Super Nintendo World Ein brandneuer Freizeitpark nicht weit vom Zentrum von Osaka entfernt ist Super Nintendo World. Wir waren noch nicht dort, aber es sieht sehr cool aus!
- Disneyland Tokyo Vielleicht etwas klischeehaft, aber Disneyland Tokyo ist auch ziemlich toll für Cosplay-Fans. Es ist ein großer Freizeitpark genau wie der in Paris.
Weitere Museen rund um Anime und Manga
Auch außerhalb der bekanntesten Städte wie Tokyo, Kyoto, Osaka und Nagoya gibt es Museen rund um Manga zu finden:
- Fujiko F. Fujio Museum Dieses Museum in Kawasaki, nicht weit von Tokyo, dreht sich um den gleichnamigen Mangaka und seine bekannte Kreation Doraemon. Es enthält eine Sammlung seines Werks und einen Bereich für Kinder mit einem Theater mit Kurzfilmen, einem Leseraum für Manga, Spielräumen und Statuen von Doraemon. Mehr Informationen auf Fujiko-museum.com
- Ishinomori Manga Museum Dieses Museum in Ishinomaki behandelt den Mangaka Ishinomori Shotaro und sein Werk, darunter Cyborg 009, Kamen Rider und Himitsu Sentai Gorenger. Das Museum enthält eine Sammlung seines Werks, obwohl leider viel nach dem Tsunami von 2011 verloren gegangen ist. Mehr Informationen auf www.mangattan.jp.
- Kitakyushu Manga Museum Dieses Museum in Kitakyushu behandelt Mangaka, die eine Verbindung zur gleichnamigen Stadt haben, darunter Leiji Matsumoto, bekannt von Space Battleship Yamato, Space Pirate Captain Harlock und Galaxy Express 999. Es befindet sich eine Ausstellung über das Leben und Werk von Matsumoto, eine Ausstellung über Manga durch die Geschichte und eine Manga-Bibliothek dort. Leider sind wenig Informationen auf Englisch verfügbar. Mehr Informationen auf www.ktqmm.jp.
Hast du noch coole Tipps für uns, die wir verpasst haben? Lass es uns gerne über die Kommentare wissen, da wir gerne neue Otaku-Hotspots in Japan entdecken.
Dieser Artikel wurde von Glenn Stakkestad geschrieben, und uberzetst von Juliane Kolbe
FAQs zum Thema:
Welche Otaku-Hotspots in Japan sind für Anfänger am besten geeignet?
- Akihabara in Tokyo ist der perfekte Einstieg für Otaku-Neulinge. Hier findest du alles auf einem Fleck: Manga-Läden, Anime-Merchandise, Maid-Cafés und Arcades. Die meisten Läden haben auch englischsprachiges Personal.
Wann finden die wichtigsten Otaku-Events in Japan statt?
- Die größten Events sind Comiket (August und Dezember), AnimeJapan (März), Jump Festa (Dezember) und der World Cosplay Summit in Nagoya (August). Tickets solltest du möglichst früh reservieren.
Wie viel Budget sollte ich für Otaku-Shopping in Japan einplanen?
- Rechne mit mindestens 100-200 Euro pro Tag für Manga, Figuren und Merchandise. Seltene Collectibles können deutlich teurer sein. In Secondhand-Läden wie Mandarake findest du oft günstigere Alternativen.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.