Japanische Süßigkeiten: KitKat bis Mochi entdecken

Japanische Süßigkeiten

Japanische Süßigkeiten sind weltweit berühmt für ihre einzigartigen Geschmacksrichtungen und wunderschöne Präsentation. Von KitKats mit Grüntee-Geschmack bis hin zu bunten Pocky-Stäbchen gibt es eine Fülle süßer Leckereien zur Auswahl. Japanische Süßigkeiten sind auch für ihre kreativen Verpackungen und saisonalen Veröffentlichungen bekannt, wodurch sie ein beliebtes Souvenir für Japan-Besucher sind. Es ist ein kulinarisches Erlebnis, das sowohl köstlich als auch optisch ansprechend ist und einen integralen Bestandteil der japanischen Kultur und Lebensweise bildet.

Dagashiya-Süßwaren

Traditioneller japanischer Dagashiya-Süßwarenladen mit bunten Süßigkeiten in Holzkisten und an den Wänden

Typisch japanische Süßigkeiten

Drei Schalen mit verschiedenfarbigen japanischen Mochi-Süßigkeiten in lila, grün und orange

Nur japanische Süßigkeiten, denen du in vielen Geschäften in Japan begegnen wirst.

  1. KitKats – diese bekannten Schokoladenriegel sind in Japan in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich, wie Grüntee, Matcha, Erdbeere, Cheesecake und sogar Wasabi.
  2. Pocky – dünne, knusprige Keksstäbchen, überzogen mit verschiedenen Schokoladengeschmäckern wie Milch, Erdbeere, Matcha und sogar Tiramisu.
  3. Mochi – weiche, klebrige Reisküchlein gefüllt mit süßen Füllungen wie rote Bohnenpaste, Erdbeere oder Eis. Das ist echtes Kawaii-Sommernaschen für die Japaner.
  4. Hi-Chew – fruchtige kaugummiartige Süßigkeiten in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Traube, Zitrone und Litschi. Sie sind vergleichbar mit Fruitella.
  5. Umaibo – luftige, zylinderförmige Snacks mit Geschmacksrichtungen wie Thunfisch, Käse, Hähnchen-Curry und sogar gegrillter Mais.
  6. Melonpan – süßes Brötchen mit einer knusprigen, keksartigen Oberseite, die einer Melone ähnelt, gefüllt mit Butter oder süßer Creme.
  7. Gummies – japanische fruchtige Gummibärchen sind unglaublich realistisch im Geschmack und werden oft mit echten Fruchtsäften hergestellt. Sie kommen in unzähligen Geschmacksrichtungen und Formen vor.
  8. Shiruko – ein warmes Dessert aus süßer roter Bohnenpaste und kleinen Reisküchlein. Es ist besonders beliebt im Winter.

Ein Merkmal japanischer Süßigkeiten ist die Betonung auf Saisonalität und Ästhetik. Viele Süßigkeiten werden so hergestellt, dass sie nicht nur köstlich schmecken, sondern auch wunderschön aussehen. Die Verpackungen sind oft genauso beeindruckend wie die Süßigkeiten selbst, mit leuchtenden Farben, niedlichen Charakteren und detaillierten Illustrationen.

Die Geschichte japanischer Süßigkeiten

Der Ursprung von Wagashi lässt sich bis zur Nara-Zeit (710-794) zurückverfolgen, als viele der Grundzutaten wie Mochi (klebriger Reis) und Anko (Adzukibohnenpaste) aus China eingeführt wurden. Über die Jahrhunderte hinweg hat sich Wagashi weiterentwickelt, mit Einflüssen sowohl der japanischen als auch anderer asiatischer Kulturen.

Verwendung bei Festivals und wichtigen Momenten

Japanische Süßigkeiten spielen eine entscheidende Rolle bei zahlreichen traditionellen Zeremonien und Festivals. Während des Kirschblütenfestes oder „Hanami“ ist es beispielsweise üblich, bunte Wagashi zu essen, die die blühenden Kirschblüten widerspiegeln.

Fakten und Mythen rund um japanische Süßigkeiten

  1. Der Begriff „Wagashi“ leitet sich von „wa“ ab, was japanisch bedeutet, und „gashi“, was Süßigkeit bedeutet.
  2. Es gibt saisonale Wagashi, die speziell hergestellt werden, um die wechselnden Jahreszeiten zu reflektieren.
  3. Viele Wagashi enthalten keine Milchprodukte, wodurch sie eine beliebte Wahl für laktoseintolerante Menschen sind.

Mythos: Es wird oft gesagt, dass das Essen einer bestimmten Art von Wagashi, bekannt als „Namagashi“, dir die Kraft der Jahreszeiten geben kann. Das ist natürlich Folklore, aber viele Japaner glauben, dass saisonale Nahrung besondere Energie enthält.

Dagashiya – der japanische Süßigkeitenladen

Eine Dagashiya ist ein kleines Geschäft, wo sie hauptsächlich Süßwaren für Kinder verkaufen. Der Name Dagashi tauchte erstmals in Literatur aus der Edo-Zeit um die Jahre 1602-1868 auf. Diese Läden verkauften damals hauptsächlich Jogashi, was wörtlich „edle Süßigkeiten“ bedeutet. Diese Süßwaren waren nur den reicheren Japanern vorbehalten, weil sie aus weißem Zucker hergestellt wurden (der damals noch teuer in der Herstellung war). Die ärmeren Japaner mussten sich mit Süßigkeiten aus braunem oder schwarzem Zucker namens Zatsu-gashi zufriedengeben.

Heutzutage werden diese Wörter fast nicht mehr verwendet, außer Dagashi und Kanji. Beide stehen für günstiges Naschwerk und Süßigkeiten. Das ist das Gegenteil von Wagashi, was oft exklusive Süßwaren sind, die du beispielsweise bei einer japanischen Teezeremonie isst.

Leider verschwindet die Tradition, Süßigkeiten bei der Dagashi zu kaufen, weil die großen Warenhäuser, Konbini (kleine Convenience-Stores) und andere Geschäfte die kleineren Dagashiya wegkonkurrieren. Dennoch kannst du die Süßigkeitenläden hier und da noch in den älteren Teilen von Tokyo finden.

Häufig gestellte Fragen über Süßwaren

Gibt es auch moderne Varianten von Wagashi?

  • Ja, es gibt unzählige moderne Versionen von Wagashi, die Einflüsse sowohl westlicher als auch traditioneller japanischer Süßigkeiten kombinieren.

Sind japanische Süßigkeiten weniger süß als westliche Süßigkeiten?

  • Im Allgemeinen ist Wagashi weniger süß im Vergleich zu vielen westlichen Süßigkeiten.

Wie ist die Haltbarkeit von Wagashi?

  • Das variiert, aber die meisten Wagashi sind dafür gedacht, innerhalb weniger Tage konsumiert zu werden aufgrund ihrer frischen Zutaten.

Können Touristen lernen, wie sie Wagashi herstellen müssen?

  • Ja, es gibt zahlreiche Workshops in Tokyo und anderen Teilen Japans, wo Besucher lernen können, ihre eigenen Wagashi herzustellen.

Welche japanischen Süßigkeiten sind für Veganer geeignet?

  • Viele traditionelle Wagashi sind vegan, da sie hauptsächlich aus Reis, Bohnen und pflanzlichen Zutaten bestehen. Moderne Süßigkeiten wie bestimmte Kit-Kat-Sorten enthalten jedoch oft Milchprodukte.

Warum haben japanische KitKats so viele verschiedene Geschmacksrichtungen?

  • In Japan werden KitKats als Glücksbringer betrachtet, da der Name ähnlich wie „kitto katsu“ klingt, was „du wirst sicher gewinnen“ bedeutet. Nestlé nutzt diese kulturelle Verbindung und bringt über 300 verschiedene Geschmacksrichtungen heraus.

Was ist der Unterschied zwischen Mochi aus dem Supermarkt und handgemachtem Mochi?

  • Handgemachtes Mochi hat eine viel weichere, elastischere Textur und wird frisch zubereitet. Industriell hergestelltes Mochi ist länger haltbar, aber weniger geschmacksintensiv und hat eine festere Konsistenz.

Marco Logmans ist ein leidenschaftlicher Japan-Experte, der vor 20 Jahren zum ersten Mal Japan besuchte und dort sieben Jahre lebte und arbeitete. Mit viel Liebe für Japan teilt Marco gerne seine Erfahrungen und Eindrücke in seinen Artikeln.

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